Hüfingen-Behla - Drei Tage Halli-Galli, mehrere Tausend Besucher und eine Wohlfühlstimmung nonstop bot das Freundschaftstreffen der Schwarzwälder Narrenvereinigung. Die Wetti-Zunft feierte ihren 40. Geburtstag und erwies sich als ein Gastgeber, auf den die Vereinigung gerne wieder zurückgreifen wird.

Präsident Gerd Kaltenbach und sein Gremium waren restlos begeistert von der Veranstaltung. Und das nicht nur, weil seit dem Zunftmeisterempfang ein Fuchsschwanz aus Behla die Mütze des Obersten ziert. Im Rathaus hatte sich dort nach Gottes Segen in der Narrenmesse das "Who is Who" der Narrenprominenz versammelt. Gerd Kaltenbach zeichnete Georg Vetter und seinen Vize Thomas Mayer mit dem bronzenen Verdienstorden der Narrenvereinigung aus.

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Auch Hüfingens Bürgermeister Anton Knapp und Behlas Ortsvorsteher Egon Bäurer überbrachten den Narren ihre schelmischen Grußworte. Reetiwolf-Vorsitzender Dietmar Baumann überbrachte der Wetti-Patenzunft eine Wolfspuppe als närrisches Geschenk.

Die meisten der Anwesenden standen noch unter dem Eindruck des Zunftabends vom Vortag und der siedend heißen Stimmung im Zirkus-Narrendorf. Erna Danacher und Max Schnaitter erhielten eine Auszeichnung als Gründungsmitglieder der Wetti-Zunft.

Die Programmpunkte beeindruckten in einer Mischung aus hochwertiger Kleinkunst und ausgelassener Heiterkeit. Nebenbei entpuppte sich Bernhard Streit als Entertainer. Am Sonntag liefen bei klirrender Kälte während dem Festumzug die Narren zur Hochform auf und heizten so auch die gute Laune der Gäste an den Straßenrändern an. Den musikalischen Auftakt machte die Zunftkapelle Behla, die den Tross der rund 35 Gruppen anführte. Die Wetti-Zunft mit Elferrat und Wettibutzern als Gastgeber machten den närrischen Einstieg und übertrugen ihre gute Laune spontan aufs Publikum.

Danach ging es Schlag auf Schlag: farbenfroh, spektakulär und bis in die letzte Pore närrisch-heiter begeisterten die Zünfte die vielen Zuschauer entlang des Umzugwegs. Zwischendurch hielten regelmäßig Zunftkapellen und Guggenmusiken die Stimmung am Kochen.

Die Narren suchten einfühlsam, aber auch stürmisch den Kontakt mit dem Publikum, das sie immer wieder aufs Neue überraschten. Manche Narren waren so sehr mit dem Publikum am Straßenrand beschäftigt, dass sie einige Gruppen im Eiltempo überholen mussten, um sich wieder zu ihren närrischen Kumpanen zu gesellen. Einige Gruppen hatten gewagt, mit ihren selbst gebauten Umzugswägen, die einfach zur Tradition gehören, teilzunehmen. Zu ihnen zählten die Mundelfinger "Kehrwieder", die Unterbränder Köhlerzunft oder auch diverse Hexengruppen.

Nach eineinhalb Stunden war der offizielle Teil des Spektakels vorbei. In den Zelten und Besenwirtschaften feierten Narren und Gäste den Wetti-Geburtstag noch bis tief in die Nacht hinein. Ein überglücklicher Wetti-Vorsitzender Georg Vetter war rundherum zufrieden. Alles hat zusammen gepasst: Wetter, Besucher, Narren – alles war eine vollkommene Harmonie.