Von Rainer Bombardi

Hüfingen. Einen durchweg konservativen Haushaltsplan 2013 der zum Jahresende keine negativen Überraschungen birgt, legte Bürgermeister Anton Knapp dem Gemeinderat vor. "Wir kommen ohne Gebührenerhöhungen aus, setzen unseren Kurs zum Ausbau der Schule und Kinderbetreuung inklusive Spielplätze fort und fördern den Tourismus mit seinen Alleinstellungsmerkmalen", bemerkte das Stadtoberhaupt.

Vor allem im Bildungswesen begann ein Wettbewerb zwischen den Kommunen "dem wir uns mit der Einführung der Gemeinschaftsschule gut präpariert stellen können". Knapp betonte wiederholt, dass es diese weichen Standortfaktoren seien, welche eine Kommune attraktiv machen. "Im Übrigen packen wir mit demselben Demokratieverständnis die vor uns liegenden Aufgaben an", konterte er eine Feststellung von CDU-Fraktionssprecher Franz Albert. Den Antrag der CDU-Fraktion, den Bau einer Brücke (Steg) über die Breg zurückzustellen, lehnte der Gemeinderat mit neun zu acht Stimmen ab. Eine Überquerung über die Breg zwischen Römerbad und Höhe Mönchshof kommt frühestens 2014 erinnerte Knapp daran, in einem ersten Schritt die Fördermittel zu beantragen. Aus Kostensicht spielt sie im Haushalt eine völlig untergeordnete Rolle. Im Bereich Naherholung stelle sie aber eine Attraktion in demografischer Hinsicht und aus touristischem Blickwinkel dar.

Im Bereich der Stadtwerke geht dem Zugpferd Stromversorgung allmählich die Puste aus. Der einst sicheren Finanzspritze fällt es immer schwerer, das im Hallenbad erzielte Defizit in Konturen auszugleichen. Darüber waren sich alle Räte einig, weshalb sie sich entschlossen, in den kommenden Jahren ein jährliches Defizit von weniger als 500 000 Euro anzustreben. Mittelfristig erhofft sich Anton Knapp eine Erholung am Strommarkt und eine positive Entwicklung im Bereich der Nahwärmeversorgung. Er bezeichnete es als geradezu illusorisch, das Defizit im Badbereich über die Anpassung der Eintrittspreise zu lösen. Laut FDP-Fraktionssprecher Adolf Baumann würde dieser Schritt einer Steigerung von 6,20 Euro pro Eintritt entsprechen. "Im Wettbewerb stehen wir gut da", meinte Anton Knapp, weshalb einer der nächsten Schritte die Neugestaltung des Gastrobereichs sein werde. Anton Knapp ist überzeugt, entgegen ersten Kostenprognosen diesen Bereich für deutlich weniger Kosten attraktiver gestalten zu können.

Im Fluss ist der Neubau der Lucian-Reich-Schule, der sich auch nach der Vergabe der Fliesen-, Boden- und Trockenbauarbeiten innerhalb des vorgegebenen Kostenrahmens bewege.