Von Fritz Gebauer Hornberg. "Entdecke die Werkrealschule in Hornberg" hat das Motto am vergangenen Freitag gelautet. Die Dritt- und Viertklässler der Wilhelm-Hausenstein-Schule folgten. Gemeinsam mit ihren Eltern verschafften sie sich einen umfassenden Eindruck von der Bildungseinrichtung.Seit dem vergangenen Jahr ist die Schule, die sich auch "Offene Ganztagsschule" nennt, als Werkrealschule anerkannt und hat schon des Öfteren ihre besonderen Stärken als Alternative zu anderen Schularten nach der vierten Klasse zeigen können.

Im Rahmen ihres Werkrealschultags am vergangenen Freitag warb die Schule in eigener Sache. Dazu luden interessante Projekte zum Mitmachen ein und die Schüler der oberen Klassen betätigten sich als Coach oder Mentor für die jungen Besucher. Sie führten sie in die Präsentationen ein, gaben Hilfestellung, wo es erforderlich war und übten sich so gleichzeitig in Sozialkompetenz.

Schulleiterin Irmtraud Henke betonte, dass die weiterführende Schule in Hornberg besonders jungen Menschen mit praktischen Fähigkeiten eine qualifizierte Ausbildung in Theorie und Praxis biete und damit hervorragende Voraussetzungen für den Einstieg in die duale Berufsausbildung schaffe. Es sei vor allem die individuelle Begleitung junger Menschen und die gezielte Förderung ab der fünften Klasse, die den Erfolg ausmachten.

Wertvoll dabei sei auch die Bildungspartnerschaft mit Industrie- und Gewerbebetrieben oder Dienstleistern. "Die Wilhelm-Hausenstein-Schule Hornberg schafft die Voraussetzungen für den individuell besten Bildungserfolg", ist man sich bei der Schulleitung sicher und verweist auf die Förder- und Aufbaupläne für jedes Kind ab der fünften und sechsten Klasse: Es gibt Lerngruppen und Lernpartnerschaften, Einzelgespräche mit den Schülern und zeitnahe Informationen für die Eltern. Beim Erreichen der oberen Klassen garantiere das so erreichte Niveau dann einigen Spielraum bei der Entscheidung über den weiteren Bildungs- oder Berufsweg. Die Bezeichnung der Fächerverbünde ITG (Infotechnik Grundbildung), WAG (Wirtschaft, Arbeit, Gesundheit), WZG (Welt, Zeit, Gesellschaft) und MSG (Musik, Sport, Gestalten) sei noch immer nicht Gemeingut. Das schmälere allerdings nicht die intensive, dort betriebene schulische Arbeit.

Ein Rundgang durch die Schule gewährte Einblicke in die Unterrichtsangebote. Im Computerraum wurden Excel und Powerpoint vorgestellt und eigene Visitenkarten gestaltet.

In den – nicht bei allen Schülern beliebten – Fächern Mathe und Deutsch galt es, kurzweilige Aufgaben zu lösen, in der neugestalteten Schulküche wurde gemeinschaftlich gekocht. In den Bereichen Technik und Textiles Werken entstanden kleine Kunstwerke und Utensilien, bei Musik, Sport und Gestalten waren die Jungen und Mädchen mit viel Elan, Fantasie und mit sichtlich Spaß bei der Sache. Was heute mit WZG umschrieben wird, war früher Erdkunde, Geschichte und Politik. Auch das kann überaus attraktiv gelehrt werden, wie zu beobachten war.

Der Werkrealschultag vermittelte überzeugende Argumente für diese Schulart und hätte etwas mehr Interesse der Eltern verdient gehabt.