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Hornberg Viel Geld fließt in Bauprojekte

Schwarzwälder-Bote, vom 03.02.2012 20:51 Uhr
Dank der günstigen Haushaltslage kann Hornberg in diesem Jahr wohl wieder mehr Geld ausgeben. 
Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote
Dank der günstigen Haushaltslage kann Hornberg in diesem Jahr wohl wieder mehr Geld ausgeben. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Eckhard Gräff

Hornberg. Als "umfangreiches Investitions- und Maßnahmenpaket" hat Hornbergs Bürgermeister Siegfried Scheffold in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch den Haushaltsplan 2012 bezeichnet.

In der Tat hat der Vermögenshaushalt ein Gesamtvolumen von rund 2,35 Millionen Euro. Davon schlucken die geplanten Baumaßnahmen schon 1,15 Millionen Euro.

Die bedeutendsten Ausgaben umfassen 35 Posten. Schwerpunkte sind hier insbesondere der Ausbau der Frombachstraße, die Verlegung der L 108 (Abwasser) sowie die Erschließungen des Gebiets "Ob der Kirche" in Niederwasser (Abwasser) sowie des Gebiets Güterbahnhof (Abwasser).

Weiterhin stehen die Sanierung der Pilzlehrschau, die Sanierung der Schulküche in der Wilhelm-Hausenstein-Schule sowie der weitere Ausbau der Kleinkindbetreuung in beiden Hornberger Kindergärten auf der Agenda. Erstmals eingestellt sind zudem Raten für den geplanten Bau der Greifvogelwarte, den Hornberger-Schießen-Weg sowie das neue Schilderleitsystem (insgesamt etwa 95 000 Euro). Der Verwaltungshaushalt hat im Vorentwurf ein Volumen von rund 10,7 Millionen Euro. Darin veranschlagt sind Personalkosten in Höhe von gut 2,2 Millionen Euro.

Die bedeutendsten Ausgabepositionen umfassen 24 Posten. Sie enthalten unter anderem Straßenunterhaltungen in Hornberg (70 000 Euro), Reichenbach (20 000 Euro) und Niederwasser (70 000 Euro); die Erneuerung der Stützmauer (8000 Euro) und der Hecke (2300 Euro) am Friedhof Niederwasser sowie Unterhaltungsarbeiten beim Hornberger Freibad (32 000 Euro) und Sportplatz (7000 Euro).

Viele Maßnahmen sollen, das zeigt der Haushaltsplan allerdings auch, verschoben oder nur ein stückweit realisiert werden. Auf der Wunschliste der CDU steht beispielsweise der Bolzplatz, dessen Neuverlegung ein wichtiges Anliegen der CDU ist, wie Stadtrat Erich Fuhrer ausführte. Auch die nur stückweise Sanierung des "lebenden Zauns" beim Friedhof Niederwasser sollte mit weiteren 3380 Euro doch ganz erneuert werden. Bei den Gewerbesteuereinnahmen von 3,3, Millionen Euro (einem Plus von 57 Prozent) fragte Fuhrer, ob die Verwaltung das nicht etwas zu optimistisch sehe.

Als Wermutstropfen sieht die SPD in ihrer Stellungnahme zum Haushaltsplan die große Wunschliste, die "trotz guter Haushaltslage" noch übrig bleibt.

"Wichtige Punkte sollten noch aufgenommen werden", führte Rolf Hess aus. Dies sind demnach die Malerarbeiten im Archiv des Rathauses Niederwasser (1500 Euro), der Einbau der Sektionaltore im Feuerwehrgerätehaus Niederwasser (6000 Euro), die Sanierung des Parkplatzes und der Auffahrt zum Kindergarten und der Stadthalle (124 000 Euro abzüglich von Zuschüssen) sowie die Erneuerung des Brückengeländers am Oberberg (9000 Euro).

Die Verwaltung will nun die Anregungen und Wünsche der einzelnen Fraktionen in dem Haushaltsentwurf berücksichtigen.

Hornberg (eg). "Kinder sind uns lieb – und teuer". Dieses Fazit musste der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch ziehen, denn die Zuschüsse für die beiden Hornberger Kindergärten "Don Bosco" und "Arche Noah" sind enorm. Wurden die Einrichtungen im Jahr 2007 noch mit einem jährlichen Betrag von 387 000 Euro bezuschusst, stehen für dieses Jahr rund 633 000 Euro an.

Zwar fließen die Gelder sowohl von der Stadt Hornberg wie auch aus dem Finanzausgleich FAG – allerdings zu völlig ungleichen Teilen, wie eine Grafik den Gemeinderäten veranschaulichte. Der Zuschuss aus dem FAG betrug 2007 rund 155 000 Euro, der von der Stadt 232 000 Euro. Für 2012 wird aus dem FAG 229 000 Euro bezahlt, für die Stadt erhöht sich der Anteil jedoch auf satte 404 000 Euro.

Bürgermeister Siegfried Scheffold sieht in den Ursachen vor allem die steigenden Kosten bei der Kinderbetreuung. Über eine Erhöhung von Grund- und Gewerbesteuer komme man daher auf Dauer nicht herum, um die Einrichtungen zu finanzieren, sagte Scheffold.

Kommentare (5)
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FEB
16
13:58 Uhr, geschrieben von lanelika
markgrafenwiese
im grunde gebe ich ihnen recht, auch ich liebe kleinere läden, jedoch diese können keine wirkliche konkurrenz für baumann-edeka sein. das die markgrafenwiese nicht so gut zu erreichen ist, stimmt nicht ganz. niemand, ausser diejenigen, die bis jetzt schon mit dem auto zum edeka müssen, muss mit dem bus fahren. nach norma, der nächste markt hier, wäre es für alle nötig. vielleicht hätten unsere *stadtleute* hier statt einen bärenplatz vielleicht doch den platz für einen discounter nutzen sollen. ein paar wohnungen und ein cafe' auf soooo viel platz ist eigentlich verschwendung, gelle?
FEB
16
12:33 Uhr, geschrieben von WSE
Kleine Märkte
Die Lösung kann aber nicht ein großer Discounter auf der grünen Wiese sein. Für viele (gerade ältere) Hornberger wäre diese Lage ebenfalls nicht ideal. Da unten wohnt nur ein kleiner Bevölkerungsanteil. Die Mehrheit müsste wiederum mit dem Auto anreisen. In solchen kleinen Städten wie Hornberg finde ich kleinere Läden (ähnlich Fischerbach) sinnvoller. Und Ihre Meinung zum hiesigen Edeka Markt ... ok ... da kann ich Ihnen nicht widersprechen.
FEB
16
09:04 Uhr, geschrieben von lanelika
wie bitte?
wo gibt es genügend flächen für einen discounter??? sicher stimmt ihre aussage wegen dem zupflastern, dennoch muss auch die leute gedacht werden, die nicht nach norma, lidl oder aldi fahren können. der edeka hier ist nicht die optimale adresse, zumal das gemüse nicht das frischeste ist und nicht das billigste. welche familie kann sich in der heutigen zeit schon leisten, dort einkaufen zu gehen. auch habe ich noch nicht einen so unfreundlichen marktleiter kennen gelernt. ohne konkurrenz ist das ja auch möglich. sicherlich gibt es auch günstige artikel, siehe *gut und günstig*, doch wer will immer das gleiche essen? es ist arg *langweilig* mit den einkaufsmöglichkeiten in hornberg, das ist gewiss.
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