Von Eckhard Gräff

Hornberg. Mit dem Umbau der L 108 Eisenbahnstraße/Bahnhofstraße in Hornberg soll, wie geplant, im Frühjahr begonnen werden. Bürgermeister Siegfried Scheffold rechnet nicht damit, dass das Vorhaben erneut auf Eis gelegt wird.

Eigentlich sollte mit den Baumaßnahmen bereits im Frühjahr 2012 begonnen werden. Dann jedoch schalteten die Ampeln auf Rot: Die grün-rote Landesregierung legte das Projekt "aus Geldmangel" kurzfristig auf Eis. Nun jedoch scheinen alle Signale auf Grün zu stehen. "Bereits in dieser Woche werden die Angebote geprüft", bestätigte Scheffold auf Nachfrage. Das Regierungspräsidium vergibt dann – nach Einbeziehung des Hornberger Gemeinderats – die Aufträge an die entsprechenden Firmen, und in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 13. März sollen dann Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Scheffold schätzt, dass die ursprünglichen Pläne der gesamten Bauarbeiten Bestand haben. Um jederzeit eine Zufahrt zum Bahnhof zu gewähren, wird demnach der Gesamtumbau in fünf große Bauabschnitte aufgeteilt. Begonnen wird beim Viadukt, die Eisenbahnstraße wird dann bis hin zum Bahnhof für den Autoverkehr gesperrt.

Der Einsatz großer Bagger und Lastwagen ist erforderlich

Grund sind die umfangreichen Bauarbeiten, die den Einsatz großer Bagger und Lastwagen auf der schmalen Straße erforderlich machen. Die Zufahrt von der Eisenbahnstraße zum Bahnhof ist hingegen gewährleistet.

Nach Fertigstellung wird die Bahnhofstraße vom Bahnhof bis zur Schienenkreuzung Franz-Schiele-Straße voll gesperrt, der Bahnhof ist dann vom Viadukt her erreichbar.

Der dritte Bauabschnitt betrifft die Schienenkreuzung Franz-Schiele-Straße. Hier ist eine Vollsperrung von ein- bis zwei Wochen vorgesehen. Allerdings wolle man mit Hochdruck an diese Ausbauarbeiten herangehen, damit die Zufahrt zur Franz-Schiele-Straße nicht unnötig lange blockiert ist, so Scheffold.

Ebenfalls in zwei Abschnitten wird die Eisenbahnstraße bis zur Werderstraße ausgebaut. Eine neue Konzeption erfährt die Ecke Eisenbahnstraße/Werderstraße bei der Gaststätte "Krokodil": Die Eisenbahnstraße wird als Landesstraße vorfahrtsberechtigt ausgebaut. Dadurch wird die Verkehrsführung beim "Krokodil" mittels entsprechender Vorfahrtsschilder an der Werderstraße neu geregelt. Hier kann dann laut Planung mit Ampelregelung gebaut werden. Für Fußgänger werde während der gesamten Bauzeit ein gesicherter Gehweg geschaffen.

In teilweise desolatem Zustand ist die Kanalisation im gesamten Ausbaugebiet. So ist der Regenwasserkanal auf der gesamten Länge der Bahnhofstraße kaputt und teilweise zusammengebrochen. Ähnlich ist die Situation des Schmutzwasserkanals beim Bahnhof, zudem ist die dortige Klärgrube nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik.

Die gesamten Bauarbeiten dürften, wenn die Planungen von 2012 Bestand haben, im Dezember diesen Jahres abgeschlossen sein.

Die Kosten für das gesamte Projekt stehen noch nicht endgültig fest, da das Land den Löwenanteil trägt und die Stadt für Gehweg, Beleuchtung und einen kleinen Teil der Kanalisation zuständig ist.

Noch nicht geklärt ist die Umleitung des Schwerlastverkehrs von und zum Fohrenbühl. Erschwerend kommt nämlich hinzu, dass die L 108 zwischen Lauterbach und Hornberg ab Ende August ebenfalls für die Dauer von etwa acht Wochen gesperrt ist. Grund sind Arbeiten an der Bachverdohlung bei der Lauterbacher Firma Haas sowie Belagsarbeiten auf der L 108 bis hin zum Fohrenbühl. Für diese Maßnahmen ist bereits eine Umleitung vorgesehen.

So soll der Verkehr von beiden Richtungen über Schramberg, Tennenbronn, Langenschiltach und Hornberg und umgekehrt geführt werden.