
Hornberg (eg). "Bitte macht endlich einen Knopf drauf": Fast flehentlich bat Gemeinderätin Eva Laumann (SPD) ihre Ratskollegen am Mittwochabend darum, doch eine endgültige Entscheidung zum Standort der Bärenskulptur zu treffen.
Ihr Wunsch wurde schließlich auch erhört, allerdings erst nach längeren Diskussionen.
Vorausgegangen war eine Vor-Ort-Besichtigung von Gemeinderat und Verwaltung am Bärenplatz. Der Bauhof hatte die Skulptur beim Bärenplatz auf einen Sockel gestellt und mit großen Schraubzwingen provisorisch am linken Treppenabgang zur Gutach befestigt. Die Meinungen bei der anschließenden Diskussion im Ratssaal waren durchaus geteilt.
"Der gehört nie auf diesen Platz, im Eingangsbereich des Rathauses ist er gut aufgehoben", kommentierte Markus Baumann (FW) den vorgeschlagenen Standort. Sein Ratskollege Fritz Wöhrle stimmte ihm zu: "Ich kann mich damit auch nicht anfreunden, das Ganze ist einfach nicht stimmig." Franz-Josef Böckl (SPD) fand noch deutlicher Worte: "Ich bin gegen den Standort, der Bär steht doch da in der Ecke, der gehört dahin, wo er früher stand."
Erich Fuhrer (CDU) fand den Platz nicht optimal, aber in Ordnung. Fraktionsübergreifend war man sich aber einig darüber, was Thomas weißer (FW) energisch forderte: "Ich will heute eine Entscheidung oder nie." 15 Gemeinderäte stimmten schließlich für den vorgeschlagenen Standort der Bärenskulptur beim Treppenabgang, drei stimmten dagegen. In der nächsten Genmeinderatssitzung im März muss sich das Gremium allerdings noch einmal mit dem thema befassen: Dann geht es nämlich darum, ob die Skulptur einen Granit- oder Metallsockel bekommt und ob diese 50 oder 70 Zentimeter hoch sein soll. Aber dann ist die Fasnet vorbei, und derweil wartet der Bär wieder geduldig in seiner Ecke im Vorraum des Rathauses.