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Hornberg Hornberger Schießen ein Erfolg

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Der Kurier reitet zum Hoftor ein und kündigt hohen Besuch an: Der Herzogs ist auf dem Weg. Fotos: Jehle Foto: Jehle

Hornberg - Schon weit vor Spielbeginn füllte sich zu Schalmeientönen die Freiluftbühne am Storenwald zur Saisonpremiere des "Hornberger Schießen" am Samstag. Um die 150 Zuschauer hatten sich mit Decken und Regenausrüstung gegen das instabile Wetter gewappnet.

So couragiert waren nicht alle Kartenbesitzer, denn auf Nachfrage des Schwabos waren rund 300 Karten verkauft worden. Die es gewagt hatten zu kommen, erlebten ausgesprochen gut gelaunte Akteure, die das Volksschauspiel mit großer Spielfreude vorführten.

Eine Premiere war es auch für Peter Weißer, der zum ersten Mal die Spielleitung innehatte. "Ich bin zufrieden, wenn man bedenkt, dass die Generalprobe in der Hälfte wegen Regens abgebrochen werden musste und etliche neue Schauspieler dabei sind", meinte Weißer. Mit dieser Aussage stapelte er etwas tief, denn die Stimmung unter dem Publikum war ausgezeichnet. Die Zuschauer, die mit einem Bus aus Ludwigsburg angereist waren, amüsierten sich königlich darüber, wie sich die Hornberger vor vielen hundert Jahren auf den Besuch des Herzogs vorbereitet haben.

Zuvor aber waren sie heftig zusammengefahren beim dreifachen Kanonendonner, der das Stück eröffnet. Das Schauspiel hat mit farbenprächtigen historischen Kostümen, Schildbürgerstreich und einer romantischen Liebesgeschichte alle Zutaten, die es für gelungene Unterhaltung braucht. Das wundervolle Ambiente der Freiluftbühne tut ein Übriges, um jede Aufführung zu einem Erlebnis werden zu lassen. Alle Darsteller zeigten einen sichtlichen Heidenspaß, ihre Rolle zu spielen. Ob trinkfeste Landsknechte, schlitzohriger Nachtwächter oder majestätisches Herzogspaar: Alle waren mit Herzblut dabei.

Mit viel Liebe zum Detail im Bühnenbild eroberten auch die jüngsten Statisten mit blumenumkränztem Haar die Herzen der Zuschauer. Viel Gelächter gab es bei Szenen wie in jener, in der sich der Bärenwirt (Peter Weißer) nach durchzechter und mit Würfelspiel verbrachter Nacht die Hände reibt: "Der Beutel ist voll, das Fass ist leer, Bärenwirt, was willst du mehr?"

Sehr überzeugend dargestellt waren auch die fahrenden Händler, gespielt von Anke und Philipp Ketterer, die mit schadenfrohem schallenden Gelächter den Irrtum der Hornberger Bürger quittierten. Zum dritten Mal hatte den Nachtwächter (Klaus Rath), der eigentlich "jede Ameise bis Gutach sehen kann", die Sonne geblendet und er das Zeichen zur Ankunft des Landesherrn gegeben. Damit war das letzte Pulver für die Krämer verschossen worden, die geschäftstüchtig ihr Schweigen mit einträglichem Handel versilbern ließen. Den guten Hornbergern blieb also nur übrig, den Herzog mit dem berühmten – nebenbei bemerkt hervorragend choreografierten – "Piff" vom Schultheiß und donnerndem "Paff" der Landsknechte zu begrüßen. Zuerst vergrätzt über den wenig herzoglichen Empfang zeigt sich der Adlige nach Fürsprache seiner Gattin dann doch großmütig und die Geschichte nimmt natürlich ein gutes Ende.

Auch nach 62 Jahren Aufführung hat das von Erwin Leisinger geschriebene Volksschauspiel nichts von seiner Frische verloren. Nach großem Schlussapplaus standen die Schauspieler Spalier, um das Publikum persönlich zu verabschieden.

Termine

 Sonntag, 16 Juli, 16 Uhr

 Samstag, 29. Juli, 18 Uhr

 Sonntag, 13. August, 16 Uhr

 Samstag, 19. August, 18 Uhr

 Sonntag, 27. August, 16 Uhr

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