
Hornberg - Der Entwurf für den Hornberger Haushaltsplan 2012 sieht keine Gebühren- und Steuererhöhungen sowie keine neue Kreditaufnahme vor. Die Wunschliste für Investitionen in diesem Jahr ist allerdings lang, und da will der Gemeinderat Nachbesserungen erreichen.
"Nicht über die Stränge schlagen" lautet die Devise von Verwaltung und Rechnungsamtsleiterin Simone Mayer, die das Zahlenwerk in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch erläuterte. So können eingebuchte Fehlbeträge aus 2010 im Jahr 2011 ausgeglichen und weitere Mittel der Rücklage zugeführt werden. Diese könnte der Planung nach Ende Dezember knappe 1,281 Millionen Euro betragen.
Die geplanten Baumaßnahmen bilden demnach ein Gesamtvolumen von gut 1,5 Millionen Euro. Schwerpunkte bilden dabei Sanierungen der Frombachstraße, die Verlegung der L 108 sowie die Erschließungen der Straßen "Ob der Kirche" in Niederwasser und der Straße beim Hornberger Güterbahnhof. Geplant sind auch die Sanierungen der Pilzlehrschau, der Schulküche in der Wilhelm-Hausenstein-Schule und der Ausbau der Kleinkindbetreuung in beiden Kindergärten.
Bei der anschließenden Diskussion war sich der Gemeinderat zwar einig, dass nach der Besserung der allgemeinen Wirtschaftslage auch die Aussichten in Hornberg für 2012 besser würden. So wünscht sich die SPD-Fraktion unter anderem ein Gesamtkonzept zur Renovierung des städtischen Gebäudes Hofmatte 8 und nicht nur dessen Fassadenerneuerung. Wichtig sei laut Gemeinderat Rolf Hess auch die weitere Sanierung von Schule und Stadthalle sowie die Erweiterung der Sporthalle und die Neuanlegung des Bolzplatzes.
Die CDU begrüßte zwar, dass keine neuen Kredite aufgenommen werden. Ihr Sprecher Erich Fuhrer kritisierte aber die mangelhafte Kredit-Tilgungsleistung von nur 54 000 Euro.
Die Wunschliste der Christdemokraten deckt sich in weiten Teilen mit der der SPD-Fraktion, zusätzlich sieht Fuhrer die Investition in eine städtische Web-Cam als notwendig für die Außenwirkung Hornbergs an, bezweifelt allerdings die Anschaffungskosten von 4000 Euro.
Wir werden noch weiter berichten.
u Gesamt: 13 Millionen Euro.
u Verwaltungshaushalt: 10,7 Mio.
u Vermögenshaushalt: 2,3 Mio.
u Zuführung VwH: 1,37 Mio.
u Zuführung Rücklage: 587 000 Euro.
u Geschätzte Einnahme Gewerbesteuer: 3,3 Mio.
u Gemeindeanteil Einkommensteuer: 1,5 Mio.
u Schlüsselzuweisung Land: 710 000 Euro.
u Grundsteuer A und B: 474 500 Euro.
u Personalkosten: 2,2 Mio.
u Kreisumlage: 1,6 Mio.
u Finanzausgleich: 785 000 Euro.
u Kreditaufnahme: 0 Euro
u Pro-Kopf-Verschuldung: 856 Euro.