Hornberg - Welches unglaubliche Engagement erforderlich war, um die Einrichtung glücklich starten zu können, das wurde gestern nachmittag bei der Eröffnung des Hornberger Tafelladens in der Leimattenstraße 15 in vollem Umfang sichtbar.

Während Tafelläden an anderen Orten meist von mehreren Organisationen getragen werden, macht das hier der Awo-Ortsverein allein und nur mit eigenen ehrenamtlichen Kräften. Was da aber geschaffen wurde, das verdient alle Hochachtung. Nein, es gab keine große Feier zur Eröffnung, das wäre wohl nicht im Sinne der Sache gewesen, denn die Einrichtung soll ja Menschen mit geringem Einkommen helfen, über die Runden zu kommen. Aber natürlich hielt die Awo-Vorsitzende Henriette Haas eine kleine Rückschau auf die mit Vorbereitungen intensiv angefüllten vergangenen Monate.

Neben der Suche nach einem geeigneten Lokal waren auch erhebliche Investitionen erforderlich, sei es für die Ladeneinrichtung, für Kühlanlagen oder für ein Fahrzeug zur Abholung der Lebensmittel bei den Kaufhäusern. Haas dankte den Hornberger Geldinstituten, Firmen und Privaten sowie auch dem Awo-Sozialfonds für Spenden, Fördermittel und Unterstützung in jeglicher Form und natürlich auch den vielen Menschen, die sich für die Betreuung des Tafelladens zur Verfügung stellten. Weil immer wieder mal jemand ausfällt oder verhindert ist, werden übrigens weitere Helfer immer noch gern aufgenommen.

Bürgermeister Siegfried Scheffold zollte den Initiatoren Hochachtung und Respekt und gratulierte zum gelungenen Werk. "Ein mutiger Schritt, sowohl organisatorisch als auch finanziell" meinte er. Mit Grüßen von seinen Bürgermeisterkollegen Eckert und Wöhrle aus Gutach und Hausach überreichte er namens der drei Kommunen eine Spende und wünschte der Einrichtung Bestand und Ausdauer.

Harald Baumann vom Hornberger Edeka- Aktivmarkt, von dem die Initiatoren zuvor berichtet hatten, dass von ihm Impulse für den Tafelladen ausgegangen seien, sprach sich anerkennend über Lage und Ausstattung der Einrichtung aus und sicherte weiterhin seine Unterstützung zu. Voller Anerkennung äußerte sich auch Pfarrer Wolfgang Gehring über die Initiative der Arbeiterwohlfahrt.

Die Besichtigung der Ladeneinrichtung und der angrenzenden Nebenräume bestätigte eine gute Wahl bei der Suche nach einem Ladenlokal und die Auswahl an bereitgestellten Lebensmitteln war bemerkenswert. Es gab sogar Erdbeeren aus Ägypten und Heidelbeeren aus Uruguay. Bereits am ersten Tag wurde der Hornberger Tafelladen stark frequentiert, auch von Einwohnern aus Nachbarorten.

Weitere Informationen: Der Hornberger Tafelladen ist dienstags und freitags von 15 bis 17 Uhr geöffnet.