Hornberg Es wird "geschossen und genossen"
(tg), 23.07.2012 04:00 UhrHornberg - "Schießen und Genießen" lautete das vielsagende und vielversprechende Motto des Hornberger Stadtfestes 2012, das am Wochenende in der Stadt unter dem Schlossturm über die Bühne ging und die Hornberger "City" in eine Festmeile verwandelte. Nachdem der Samstagabend doch ziemlich unter Regen und kühlen Temperaturen zu leiden hatte, entschädigte der Sonntag für den wenig ermutigenden Auftakt.
Der erste Höhepunkt war am Samstag die Einweihung des neuen Traubenstegs durch Bürgermeister Siegfried Scheffold und Kanoniere des Historischen Vereins. Mit ihrer Kanone zogen die Landsknechte dann von der Brücke weiter zur Werderstraße, um sie an ihren angestammten Platz zu bringen. Es war nämlich die Kanone, welche die Hornberger Vereine im Jahr 1993 aus Anlass der 900-Jahrfeier der Stadt Hornberg zum Geschenk gemacht hatten. Nach gründlicher Restaurierung durch Erwin Bergmann und Josef Schweizer steht sie nun wieder dort, "wo sie hingehört". Die beiden ehrenamtlichen Restaurateuren, die der Narrenzunft angehören, dürfen sich auf dem Rathaus eine kleine Anerkennung abholen, wie der Bürgermeister ihnen mit herzlichem Dank mitteilte.
Am neuen Traubensteg hieß der Bürgermeister auch die stattliche Besuchergruppe aus der Partnerstadt Bischwiller willkommen, die eigens zum Hornberger Stadtfest gekommen waren und ihrerseits zum "Pfiffersda", dem Pfeifertag, einluden, der am 11. und 12. August in Bischwiller ist.
Das Stadtfest hatte mit einer Bühne am Bärenplatz und einer weiteren am Wirtshaus Felsen zwei Zentralpunkte, um die sich das Meiste abspielte. Für Musik sorgten "Die Aachtaler" aus dem Hegau, die "Wombats" und "R.M.P." aus Schonach, das Akkordeon-Orchester Gutach, die Trachtenkapelle Niederwasser und natürlich auch die Stadtkapelle. Das Feuerwerk zu mitternächtlicher Stunde war besonders vom Bärenplatz aus sehr beeindruckend.
Der Sonntag begann mit einem schönen Gottesdienst auf dem Bärenplatz und mit dem Fassanstich durch Bürgermeister Siegfried Scheffold und dem Prolog zum "Hornberger Schießen", vorgetragen von Roland Roth und einer Gruppe von Landsknechten, wurde das weltliche Programm eingeleitet. Vom Schloßberg her rollte dazu Kanonendonner über Berge und Täler. Beim Stadtfest zeigte sich auch wieder das Maskottchen "Bruno von Hornberg", der symbolisierte Schlossturm. Hornberger Landsknechte hatten in der Stadt ein Lager aufgeschlagen und viele Besucher steckten dort den Kopf durch die Fototafel und ließen sich im Landsknechtshabitus fotografieren.
Stadtmuseum, Mediathek, Pilzlehrschau und Rotes Kreuz präsentierten sich in der Werderstraße entweder in ihren Räumen oder mit Aktionen auf der Straße.
Am Sonntagnachmittag kamen dann auch etliche Besucher mit dem Fahrrad. Sie bekamen, wie versprochen, als Belohnung eine Kostprobe vom "alkoholfreien Weizenbier" der Brauerei Ketterer.
Neben Zauberer Alfred Metzler gaben auch die Hornberger Flamencotänzerinnen und die Darstellergruppe des Triberger Musicals "Rose, Mond und Sonne" sehr attraktive Vorstellungen, sowie die Kinder des TV Hornberg, Schüler der Musikschule Hornberg, ein Chor der Hausenstein-Schule Hornberg und die Karategruppe von Don Turin Jayakody. Für viel Spaß sorgte auch die Spielstraße in der unteren Werderstraße.




Gegen Lärm
Es freut uns zu sehen, dass es auch vielen anderen Bürgern geht wie uns. Schnauze voll vom ständigen Lärm. Wir wurden immer wieder hingestellt als seien wir die Einzigsten die sich gegen unnötigen Lärm zur Wehr setzen. Positiv Entwicklung!
Disneyland versus Hockenheimring
Ich weiß nicht, wieviele Feuerwerke hier veranstaltet werden. Ohne Neujahr schätze ich mal keine 10 Stück. Obwohl ich direkt auf die Burg schaue und den Donner auch höre, haben sie mich (ich rede nur von mir) noch nie gestört. Auch von dem Lärm rund um das Handballturnier habe ich nichts mitbekommen. Ob der Aufzug zur Burg unbedingt nötig ist, darüber lässt sich trefflich streiten. Aber diese Frage stellt sich bei fast jeder Bergbahn. Und da man Kompromisse schließen muss bin ich letztendlich für den Bau, obwohl ich im Grunde gegen jede Art von Kommerzialisierung von Landschaften bin (aber dann hätten auch viele Straßen nicht gebaut werden dürfen, von den Skigebieten, Hochgärten und Rodelbahnen und und und … ganz zu schweigen). So halte ich es durchaus für möglich, dass der Aufzug (Tages-) Touristen anzieht und gleichzeitig die Gästeströme auf bestimmte Gebiete beschränkt. Und nein, die bin nicht einmal ansatzweise in der Tourismusbranche tätig. Was für mich störend ist, ich wohne nicht an der Haupt- bzw. Werderstaße, sind diese Auto- und Motorradfahrer, die mit hochdrehenden Gefährten mit gefühlten 120 dB durch 'das Wohnzimmer' fahren und auch dann noch zu hören sind, wenn sie Gutach Dorf lange schon erreicht haben. Und, entschuldigen sie die Wortwahl, diese im wahrsten Sinne 'beschissene' Begrüßung am Ortseingang (das preisgekrönte Duravit-Klo). Ästhetisch ist das das Allerletzte. Aber was dem einen sein Uhl, ist dem anderen seine Nachtigall. P.S. Nochmals zum Thema Aufzug – ich selbst kenne Bürger aus Hornberg, die aufgrund ihrer Krankheit und weil sie kein Auto besitzen, noch nie auf dem Schlossberg waren.
Gerüchteküche
Gerade eben gehört: Der Treff3000 soll nur zwei Jahre bestand haben.