Hornberg (tg). Die Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, Henriette Haas, rät allen Interessierten, sich zu beeilen: "Der Einkaufsausweis für den Tafelladen muss rechtzeitig besorgt werden." Sonst sei das Einkaufen in dem Geschäft nicht möglich. Der Tafelladen soll am 14. Dezember in der Leimattenstraße 15 in Hornberg eröffnen. Um den Ausweis zu erhalten, darf eine gewisse Einkommensgrenze nicht überschritten werden.

Sie liegt bei 900 Euro für Alleinstehende, bei 1 200 Euro für Ehepaare beziehungsweise Lebensgemeinschaften und 200 Euro für jedes Kind.

"Wenn das monatliche Einkommen diese Grenzen nicht übersteigt, wenden Sie sich bitte ohne Scheu an uns", betont Haas. Der Laden dürfe Waren nur an bedürftige Personen abgeben und sei nach gesetzlich (§ 53 AO) verpflichtet, dies gegenüber dem Finanzamt auf Anforderung nachzuweisen.

In dem Laden werden qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, an bedürftige Menschen kostengünstig abgeben. Lebensmittel werden so ökologisch sinnvoll verwendet.

Der Tafelladen will Hilfe sein für Menschen, die jeden Geldschein zweimal umdrehen müssen, Menschen, die trotz einer Arbeitsstelle zu wenig zum Leben haben, Menschen, die auf Arbeitslosengeld II, Grundsicherung oder Sozialhilfe angewiesen sind. Betroffen sind zum Beispiel kinderreiche Familien, Alleinerziehende und Rentner mit geringem Einkommen. Der Laden richtet sich auch an Menschen aus den umliegenden Gemeinden Gutach, Haslach, Hausach und Wolfach.

Um in dem Geschäft einkaufen zu können, muss der Einkaufsausweis und der Personalausweis vorgelegt werden. Den Ausweis bekommt nur, wer nachweislich bedürftig ist. Um das zu belegen, muss ein Einkommensnachweis (Lohnabrechnung, ein Bescheid über Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe oder beispielsweise ein Rentenbescheid) vorgelegt werden.

Möglich ist das am Montag, 26. November, von 10 bis 12 Uhr, am Freitag, 30. November, von 15 bis 17 Uhr und am Montag, 3. Dezember, von 10 bis 12 Uhr im hinteren Raum des Tafelladens. Dort ist zu diesem Zweck ein kleines Büro eingerichtet. Zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt die Ausstellung des Ausweises nach Absprache.

Immer mehr Menschen müssen wenig Einkommen ihren Lebensunterhalt bestreiten. Gespart wird am täglichen Essen, obwohl es Lebensmittel gibt, die vernichtet werden. Gerade in kleinen Gemeinden wie Hornberg wird Armut oft versteckt, weil die Betroffenen sich schämen. Die Awo bemüht sich um einen Ausgleich und tritt dafür ein, dass Menschen, die um das wirtschaftliche Überleben kämpfen, nicht an den Rand gedrängt werden.

Der Laden ist dienstags und freitags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Ansprechpartnerin ist Henriette Haas, Telefon 07833/9 69 96, E-Mail admin@awo-hornberg.de.