Hornberg Einhelliger Wunsch: Sichere Finanzen

Fritz Gebauer , 25.07.2012 10:00 Uhr

Hornberg - "I’ll be missing you" sangen die Neuntklässler der Wilhelm-Hausenstein-Schule am Freitagabend bei ihrer Entlassfeier. Der Prüfungsstress war vergessen, die Schulzeit doch irgendwie schön gewesen, und die Schüler durften den Blick stolz auf das nächste Ziel richten.

Die persönliche Anstrengung, sagte Schulleiterin Irmtraud Henke, sei die Grundlage für den Erfolg. Dieser wiederum stärke das Bewusstsein und mache zufrieden. "Erkennt eure Schwachstellen und bleibt auf dem Weg der Anstrengung und des Erfolgs" schrieb die Rektorin den elf jungen Menschen in das "Stammbuch" und teilte mit, dass alle den Abschluss geschafft hatten: Sechs Schüler mit einer Zwei und fünf Schüler mit einer Drei. Der beste Schnitt sei ein Ergebnis von 1,8 gewesen. Henke fand es außerordentlich bemerkenswert, dass eine der Prüflinge vor vier Jahren "mit Null Deutschkenntnissen" nach Hornberg gekommen sei und jetzt den Abschluss geschafft habe. Sie würdigte deren persönliche Leistung und freute sich, dass die Schule ihr helfen konnte, das Ziel zu erreichen.

Drei der Schüler werden jetzt auf eine Kaufmännische Schule gehen, vier auf eine Berufliche Schule, zwei auf eine Metallfachschule und zwei direkt in einen Beruf einsteigen. "Die erste Hürde ist geschafft" freute sich Bürgermeister Siegfried Scheffold mit den Absolventen.

Junge Menschen haben in der Bundesrepublik und besonders in Baden-Württemberg gute Zukunftsperspektiven, stellte er fest und stärkte ihren Optimismus. Die Berufsfindung werde in der Hornberger Schule stark gefördert. Auch gab er seiner Genugtuung über die Anerkennung als Werkrealschule Ausdruck und versicherte, dass die Stadt alles tun werde, um den Schulstandort zu stärken. Sein besonderer Dank galt allen Partnern – insbesondere der Hellmut-Schoffer-Stiftung.

Nach einem Fotobericht der Neuntklässler über ihre Fahrt nach Köln zeigten Konrektorin Anja Strittmatter und Klassenlehrerin Silke Gerber mit fröhlichen Bildern unter dem Thema "Vorher und Nachher", wie sich die Schüler von der vierten bis zur neunten Klasse entwickelt haben und wie sich ihre Berufswünsche in dieser Zeit wandelten. Nicht verändert hatte sich der Wunsch aller nach einem sicheren Einkommen.

"Viel erlebt und viel gelernt" hätten sie, dankten die Klassensprecher Selin Öz und Yathursan Sivakanesasuntharan der Schule, ihren Lehrern, insbesondere ihrer Klassenleiterin Silke Gerber.

Für die beste Abschlussprüfung übergab Bürgermeister Scheffold den Preis der Stadt Hornberg an Steffen Lehmann (1,8). Eine Belobigung gab es auch noch für Johannes Lehmann (1,8) und Arbenita Ademaj (2,0).

Den Wilhelm-Hausenstein-Preis für beispielhaftes Sozialverhalten erhielt in diesem Jahr Selin Öz, scherzhaft und liebevoll auch als "Mama der Klasse" tituliert. Alicia Uka wurde für ein hohes Maß an Sozialkompetenz belobigt.

Nach der Zeugnisausgabe schickten die Schüler der achten Klasse den Entlass-Schülern einen aus mehr als 1000 Fotos zusammengefügten Trickfilm als Abschiedsgruß auf die Leinwand.

Mit einem fröhlichen Stehempfang im Foyer, bei dem die Achtklässler bewirteten, klang die Abschiedsfeier der Wilhelm-Hausenstein-Schule aus. Für die elf jungen Männer und Frauen beginnt nun – um mit Friedrich Schiller zu sprechen – "der Weg ins feindliche Leben".

 
 
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