Von Fritz Gebauer

Niederwasser. Die Beratung des "Wunschzettels" zum städtischen Haushalt 2013 für den Ortsteil Hornberg-Niederwasser in der Ortschaftsratssitzung am Dienstagabend zeichnete – unbeabsichtigt – ein umfassendes Bild von den "Baustellen" und alledem, was in der Gemeinde sonst noch aktuell ist.

Da hinein spielte auch bereits der vorhergehende Tagesordnungspunkt, die "Information über weitere Sanierungsarbeiten am Vereinshaus bzw. Gemeindesaal".

Wie Ortsvorsteher Bernhard Dold ausführte, ist der Einbau neuer Heizungsanlagen vorgesehen und zwar künftig getrennt für Vereinshaus und das ehemalige Rathaus. Es werden Gas-Brennwertkessel eingebaut, wofür mit Kosten in Höhe von 12 000 Euro für das Vereinshaus und 15 000 Euro für das Rathaus gerechnet werden muss. Die Trennung der Beheizung beider Gebäude sei vernünftig und beuge Verlusten durch lange Zuleitungen vor, stellte Ortschaftsrat Joachim Läufer fest.

Im Vereinshaus müssen 13 Fenster erneuert werden

Im Obergeschoss des Vereinshauses müssten noch 13 Fenster erneuert werden, Kostenpunkt runde 22 000 Euro. Auch an eine Bodendämmung als energetische Maßnahme sei gedacht, Kosten etwa 12 000 Euro.

Der Ortsvorsteher stellte fest, dass noch Zuschussmittel für das nun schon seit etwa vier Jahren laufende Projekt in Höhe von 35 000 Euro zur Verfügung stünden, die bis zum 30. Juni abgerufen sein müssen.

"Es wäre fatal, wenn das Geld verfiele" kommentierte Franz-Josef Kaltenbach, "nachdem an dieser Sache nun schon so lange rumgemacht wird". Der "Wunschzettel" für 2013 an die Stadt lässt an einer ganzen Reihe von Positionen erkennen, dass Wünsche durchaus nicht immer prompt erfüllt, sondern oft auch Jahre lang vor sich hergeschoben und immer wieder neu auf die Liste gesetzt werden.

Maßnahmen auf dem Friedhof sind ein "Dauerbrenner", beim Feuerwehrgebäude ist immer etwas zu erledigen, die Straßenunterhaltung muss im neuen Jahr mit 10 000 Euro auskommen, für die Abwasserbeseitigung in den Außenbereichen wünscht man sich insgesamt 27 000 Euro.

Der Schulhof der ehemaligen Förderschule sollte entwässert und asphaltiert werden, Kosten rund 15 500 Euro, für den Gemeindesaal wünscht man sich 20 neue Tische, Preis etwa 7900 Euro, die Hauswand zwischen Rathaus und Feuerwehrgebäude ist sehr nass und es sollte dringend für Abhilfe gesorgt werden. "Mehrfach angeschaut, aber bisher nichts geschehen" bedauerte der Ortsvorsteher. Auch in der Ortsverwaltung wäre noch einiger Sanierungsbedarf, meldete er bescheiden an.

Auf dem "Wunschzettel" steht außerdem die Erneuerung von Wassereinläufen an der Niedergießstraße, das Brückengeländer an der Oberhippensbachbrücke nahe der B33 müsste erneuert werden, an der Niedergießbrücke/B33 wären Fugen auszugießen, bei Firma Aberle Stahlguss ein Gehweg zu erstellen.

Dauerwunsch ist die Platzgestaltung vor dem ehemaligen Rathaus

Einige der Arbeiten seien in Auftrag gegeben, aber bisher nicht ausgeführt worden, hieß es. Die Platzgestaltung vor dem ehemaligen Rathaus sei schon seit zwölf Jahren auf der Liste, wurde festgestellt.

In zwei Bauabschnitten werden zusammen 27 000 Euro als Kosten genannt. Daneben nimmt sich der Betrag von 2000 Euro für die Instandsetzung des Hauenstein-Löschweihers laut Dold "fast wie Peanuts" aus. Im zweiten Durchgang benoteten Ortsvorsteher Dold und seine Kommunalpolitiker die Positionen einmütig bezüglich ihrer Dringlichkeit.

u Die finale Sitzung des Ortschaftsrats in diesem Jahr ist für den 11. Dezember geplant.

u Für die Sanierung des Obergießtunnels liegen neue Pläne vor, von denen das Gremium zustimmend Kenntnis nahm in der Hoffnung, dass auch die erforderlichen Gelder zur Verfügung gestellt werden.

u Ein Anlieger erkundigte sich nach dem voraussichtlichen Zeitpunkt der Abwasserentsorgung längs der Landstraße im Ortsteil Niederwasser und wies auf die durch lange Kanalisationsstrecken verursachten enormen Kosten hin, die von den Anliegern einfach nicht aufgebracht werden können. Ein Termin für die Realisierung konnte nicht genannt werden.