Horb Gewalt und Alkohol am Rosenmontag

pz, 12.02.2013 13:54 Uhr

Horb - Der Rosenmontag zeichnete sich in Horb aus polizeilicher Sicht durch viele Gewaltdelikte unter erheblicher Alkoholeinwirkung aus.

Am Mittag wurde beobachtet, wie eine 18-jährige Frau von vier Minderjährigen Geld annahm und damit für diese Spirituosen kaufte. Die Polizei verständigte die Eltern der Kinder. 

Gegen 15 Uhr wurde eine Auseinandersetzung in einer Gaststätte in der Neckarstraße gemeldet. Ein 24-Jähriger wollte schlichtend eingreifen und bekam dafür einen Fausthieb von einem 41-Jährigen. Der Schläger hatte 1,68 Promille.

Wenig später wurde ein 15-Jähriger, betrunkener Junge beim Bahnhof entdeckt, in Gewahrsam genommen und anschließend seiner Mutter übergeben. Er zeigte starke Ausfallerscheinungen, die möglicherweise auch durch Medikamente bedingt waren.

Gegen 16 Uhr beobachtete die Polizei, wie ein 15-Jähriger in sehr aggressivem Zustand versuchte, eine Schlägerei anzufangen. Er bekam zunächst einen Platzverweis, fiel dann aber wieder auf und musste in Gewahrsam genommen werden. Er hatte 1,82 Promille. Weil er aggressiv wurde, musste er bis zum Eintreffen seiner Mutter in einer Zelle untergebracht werden.

21-Jähriger wird in Gewahrsam genommen

Zur selben Zeit musste einem 21-Jährigen ein Platzverweis erteilt werden, da er an einer Rangelei zwischen mehreren Personen beteiligt war. Da er zehn Minuten später wieder an einer Streiterei beteiligt war, wurde er bis 4 Uhr durch richterlichen Beschluss in Gewahrsam genommen. Die Kosten für die Unterbringung werden dem jungen Mann in Rechnung gestellt.

Gegen 18.30 Uhr haben Polizisten an der Bushaltestelle bei der Real-Tankstelle eine schlafende Frau, die bereits erbrochen hatte, angetroffen. Ihren Namen brachte sie gerade noch heraus, so dass die 31-Jährige von ihrem Vater abgeholt werden konnte. Es bestand bei den vorherrschenden Minustemperaturen eine Gefahr für Leib und Leben der Frau, so die Polizei.

Gegen 18.45 Uhr mussten die Polizisten einen Schaffner unterstützen, der mit einem Fahrgast erhebliche Probleme hatte. Sie mussten den 22-jährigen Mann mit körperlicher Gewalt aus dem Zug zerren und wurden dabei von dem Mann angespuckt. Er wurde nach richterlicher Anordnung in Gewahrsam genommen. Dabei richtete er noch erheblichen Sachschaden in der Zelle an.

Gegen 19 Uhr kam es beim Bahnhofsplatz zwischen zwei jungen Männern (16 Jahre und 18 Jahre) zu Körperverletzungen. Die Ermittlungen dauern an.

Gegen 19.30 wurde der Polizei gemeldet, dass ein stark alkoholisierter Mann in den Festzelten der Schillerstraße mehrere Frauen sexuell belästigen würde. Der 50-jährige Mann musste in Handschließen abgeführt werden. Er wurde zu seiner Wohnanschrift gebracht. Die Polizeikosten bekommt der Mann in Rechnung gestellt.

Am Abend beklagte sich ein Anwohner in der Schillerstraße, dass schon mehrere Personen an sein Haus uriniert hätten. Ein 37-Jähriger wurde von der Polizei ermittelt. Er bestreitet den Vorwurf. Er behauptete, er habe den Anwohner nur provozieren wollen.

Streit droht zu eskalieren

Zwischen 21.30 Uhr und 22 Uhr haben Unbekannte den Spiegel eines Polizeiautos beschädigt. Die Ermittlungen dauern noch an. 

Wenig später kam es neben dem Pavillon in der Schillerstraße zu einer Streitigkeit zwischen drei jungen Männern. Eine Eskalation konnte durch das schnelle Eingreifen der Polizei verhindert werden. Der geschädigte 21-jährige Mann hatte 1,92 Promille intus. Er wurde von den beiden 16-Jährigen ins Gesicht geschlagen.

Gegen 23 Uhr wurde bei der Bushaltestelle Bosch Rexroth ein 16-Jähriger schlafend angetroffen. Er hatte 1,86 Promille. Er wurde zum Polizeirevier gebracht, wo er von seiner Mutter abgeholt wurde.

Gegen 1 Uhr wurde in Tumlingen eine betrunkene Autofahrerin angetroffen. Ein Zeuge meldete zuvor, dass ein Wagen im Bereich Waldachtal starke Schlangenlinien fahren würde. Die von der Polizei angetroffene 41-jährige Autofahrerin war deutlich alkoholisiert (1,66 Promille) und wirkte verwirrt. Beim Warten auf einen Angehörigen griff die 41-Jährige einen Polizisten an, in dem sie diesen in den Unterleib trat. Neben dem Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr wird nun auch noch ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

Gegen 2.15 Uhr wurde der Türsteher einer Gaststätte in der Neckarstraße von mehreren Männern zusammengeschlagen, als er einen aggressiven Gast aus der Gaststätte begleitete. Anschließend entfernten sich die Täter in Richtung Krankenhaus. Einer der Tatverdächtigen konnte von Passanten festgehalten werden. Es handelt sich um einen 14-jährigen Jungen. Der Junge wurde zur Polizeidienststelle gebracht, wo er von seinem Großvater abgeholt wurde.

Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern noch an. Zeugen werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier in Horb unter Telefon 07451/960 in Verbindung zu setzen. 
 

 
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FEB
13
Steffi, 18:32 Uhr

Meine Meinung

Ich war am Rosenmontag nachmittags am Bahnhof und habe auf meinen Bus nach Hause gewartet. Der Platz vor dem Kaufland war voll von Menschen. Fast jeder hatte ein alkoholisches Getränk in der Hand. ABER: soweit ich es beurteilen konnte, waren die meisten nicht einmal 18 und vor allem kein Teilnehmer irgendeiner Narrenzunft. Die 10-15 Narrenzünftler die zu dieser Zeit am Bahnhof waren, warteten auf ihren Bus und hatten mit diesem Menschenauflauf nichts zu tun. Ich streite nicht ab, dass der Alkohol bei vielen ein Bestandteil der Fasnet ist und dadurch bei dem ein oder anderen die Tradition und der Ursprung der Fasnetszeit in Vergessenheit geraten ist. Mir stellen sich allerdings folgende Fragen: Was hat ein 14-jähriger nachts um 2.15 Uhr vor einer Kneipe in der Neckarstraße zu suchen? Ist es richtig die Narrenzunft in die Verantwortung zu ziehen, wenn sich Minderjährige ungehemmt volllaufen lassen? Ist es nicht angebracht sich über deren Elternhaus und Erziehung Gedanken zu machen? Was hätten meine Eltern gesagt, wenn sie mich mit 1,86 Promille bei der Polizei hatten abholen dürfen? Ich denke wir machen es uns zu einfach, die Schuld dem Veranstalter zuzuschieben.

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FEB
13
Kein Narr der Tradition, 08:27 Uhr

Fasnet?!?

Es zeigt sich mal wieder wie die Fasnet gefeiert wird. Kaum ein Hästräger konnte mir (mittlerweile absoluter Fasnetsgegner!) erklären was der Schmotzige, Rosenmontag oder Aschermittwoch ist bzw. für eine Bedeutung haben (95%wussten dies nicht). Fasnet ist doch heutzutage nur noch ein Grund mehr, um sich sinnlos besaufen zu könnnen. Fasnet ist nicht mehr Fasnet! Es wird ja nur noch gesoffen und gepöpelt. Die wenigsten wissen auch was Fasnet für andere, unbeteiligte oder wegen ihrem Beruf zu bedeuten hat. Nehmen wir mal nur den Rettungsdienst oder das Krankenhaus. Alle glauben dass es genügend Rettungsdienstfahrzeuge gibt. Ist dem leider nicht so. Sie müssen sich mal vorstellen, dass wegen einem der 'halt mal an der Fasnet' zu tief ins Glas geschaut hat und nun besinnungslos in der Ecke liegt, ein Rettungswagen (Kostenpunkt für die Krankenkasse zwischen 250 und 400€ lt. internet pro Patient!!) benötigt. Und somit der Herzerkrankte länger auf seine 'wichtigere(?!)' Hilfe warten muss. Ich bin der Meinung, dass jede Narrenzunft (Veranstallter) für die gesamten Kosten, wie für Polizei, Rettungsdienste, Krankenhaus zusammen mit dem 'Verschuldenten' aufkommen sollte! Da würde es deutlich weniger Betrunkene geben. D.h. weiniger Betrunkene, weniger Rangeleien, Schönere Fasnet! Dazu nehmen wir wal nur das beispiel Rottweil! Alkohol erst ab 25! Ist fragwürdig ja, aber haben Sie hier im Schwabo, was gelesen über Rottweil und pöpeleien? Ich denke schon, dass es dort auch Auschreitungen gab, aber da man hier nichts liest, werden sich diese in Grenzen gehalten haben. Auch wenn man mal die Fasnetstradition und Stadtgröße vergleicht! Rottweil ca. 5000Hästräger und ca. 20000 Zuschauer?! und in Horb?? Ich hoffe. ich kann den 'Narrenzünften' mal die Tradition der Fasnet in den Vordergrund stellen! Zudem hoffe ich, dass ab nächtses Jahr jeder Hästräger weiss, was der Schmotzige etc. ist und deren Bedeutung erklären zu können! Ist evtl. auch eine Hausaufgabe der jeweiligen Narrenzünfte dies mal an ihren 'Traditiontreibern' mittzuteilen! Mfg Kein Narr der dafür um die Tradition der Fasnet weiss!

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FEB
12
Karl Pütz, 18:47 Uhr

Aggressivität

Sieht fast so aus, als ob Alkohol die Leute aggressiv werden lässt. Schade, das Mariuhana verboten ist, denn währen die alle High, anstatt knülle gewesen hätten sie sich wohl nicht auf die Schnauze gehauen.

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