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Horb a. N. Zweites Schwanenpaar entdeckt

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Ein zweites Schwanenpaar brütet derzeit beim Neckarbad in Richtung Mühlen. Foto: Hopp

Horb - Plötzlich ist die Schwanenschwemme da! Schwabo-Leser Jürgen Walter hat jetzt ein zweites Schwanenpaar entdeckt, welches am Neckar brütet.

Walter erklärt: "Neckar­abwärts habe ich ein Schwanenpaar entdeckt. Sie brüten kurz vor dem Neckarbad." Das doppelte Schwanenglück. Wird Horb jetzt zur Schwanen-Hauptstadt?

Mit dem Schwanenpaar, welches zuletzt am Wehr gebrütet hatte, fing es an. Letzte Woche schlüpfte das neunte Küken. Dann war Anfang der Woche das Nest leer. Der Schwarzwälder Bote fragte die Leser: Wo sind die Schwäne? Und schon fügt sich ein Puzzle zusammen.

Schwanen-Papa "Doktor, Doktor", Spitzname des Taxifahrers im Ruhestand, ruft am gestrigen Donnerstag beim Schwabo an: "Ich habe die Schwanenfamilie! Sie ist jetzt am Hundeübungsplatz."

In der Tat: Ganz gemütlich sind Mama und Papa Schwan dabei, mit ihren Küken fleißig ihre Nahrung in der Nähe des Ufers zwischen Horb und Ihlingen zu zupfen. Doch den Kleinen ist es bald zu stressig –­schnell öffnet die SchwanenMama die Flügel, sodass die Kleinen unterschlupfen können. Keck recken sie ihre drei Köpfe zwischen den Federn hervor.

Die Schwaneneltern und die süßen Küken –­ sie begeistern nicht nur den Schwanen-Papa. Schwabo-Leser Helmut Leßmann schickte uns Montag ein Foto zu. Aufnahmedatum: Sonntag, 14. Mai, kurz vor 10 Uhr. Zu sehen: Die stolzen Schwaneneltern mit allen neun Küken.

15.12 Uhr. Vera Bluhm steht gegenüber von Bosch-Rexroth auf dem Neckartal-Radweg. Sie hat ihre Kamera in der Hand und fotografiert die Schwanenfamilie, die dort gerade ans Ufer watschelt. Sie sagt: "Ich bin absoluter Schwanen-Fan. Ich habe alles fotografiert, vom Eilegen über das Brüten bis zum Ausschlüpfen. Auch Filme habe ich gemacht –­ über 900 Aufnahmen habe ich insgesamt. Ich bin eine Frau, das begeistert mich halt..."

Allerdings: Es hat hier auch schon das erste Drama gegeben. Der Schwanen-Papa: "Gestern habe ich noch neun Küken gezählt, jetzt sind es nur noch sieben."

Schwanen-Fan Jürgen Walter: "Ich habe am Sonntagabend die Schwanenfamilie mit acht ihrer Küken flussaufwärts Richtung Ihlingen schwimmen sehen."

Ist schon eines in der Nähe des Alten Freibads gestorben? Fiel es das Wehr hinunter, wie so oft in den vergangenen Jahren? "Das weiß man nicht. Wir sind aber froh, dass noch so viele übrig sind", so der Schwanen-Papa.

Inzwischen ist das Nest am Wehr hinter der Inselspitze nur noch Nachtquartier. "Gestern Abend waren die Vögel um 23 Uhr wieder im Nest am Wehr, sind aber morgens schon um 5 Uhr verschwunden. Ich vermute, dass es ihnen da unten wegen der vielen Menschen einfach zu laut war. Oberhalb Richtung Ihlingen ist es viel ruhiger."

Und was ist mit dem zweiten Schwanenpaar flussabwärts hinter dem Wehr? Jürgen Walter: "Ich bin kurz vor dem im Artikel beschriebenen Schwanenpaar selbst nach Horb gezogen. Seitdem verfolge ich deren Leben mit all ihren Schicksalen seit dieser Zeit. Das Schwanenpaar, welches jetzt am Neckarbad brütet, hatte sich ein Jahr vorher einen heftigen Kampf um den Brutplatz mit den Schwaneneltern vom Alten Freibad geliefert. Weil sie den Kampf verloren, musste das Verlierer-Paar unterhalb des Wehres brüten. Die hatten damals ein Nest mit vier Eiern, doch das wurde Mitte März vergangenen Jahres weggespült."

Walter hofft: "Mit ein wenig Glück und ohne Hochwasser könnte es auch beim Neckarbad bald Schwanennachwuchs geben."

Wird Horb jetzt Schwanen-Hauptstadt? Oberbürgermeister Peter Rosenberger lacht: "Das weiß ich nicht. Mich freut aber, dass es so viele Küken gibt. Damit erhöhen sich natürlich die Chancen, dass einige überleben."

Naturschutzexperte Volkmar Rieber hatte erzählt, dass schon 1971 das erste Schwanenpaar über Horb die Runden gedreht hatte. Damals ließen sie sich aber nicht nieder. Erst zur Gartenschau im Jahr 2011 nistete das erste Schwanenpaar –­ direkt auf dem Wehr! Hier wurden die Küken gleich weggespült. Das ist nicht nur einmal passiert. Hochwasser spülte die Eier weg. Im vergangenen Jahr verlegte ein selbst ernannter Naturschützer das Nest auf die andere Neckarseite, um die Vögel zu schützen. Ergebnis: Die Eltern gingen auf die Seite am Alten Freibad, die Eier verfaulten.

Beim doppelten Schwanen-Familienglück hofft Horb natürlich, dass es diesmal mit dem Nachwuchs klappt und die Schwäne und ihre Küken – noch eine Weile zu sehen sind. Rieber: "Die Eltern verscheuchen ihre Jungen, um Inzucht zu vermeiden. Die müssen dann ganz woanders einen Partner finden. Durch diesen steigenden Populationsdruck sind die Schwäne sicherlich auch nach Horb gelangt."

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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