Horb - Der Verkehr ist nicht nur in der Neckarstraße ein Problem. Auch in der Altheimer Straße wehren sich Anwohner gegen den Verkehr. Jetzt könnte es in wenigen Wochen eine Lösung auf dem Tisch liegen.

Wolfgang Kronenbitter, Fachbereitsleiter Recht und Ordnung: "Wir haben jetzt erste Trends aus der Verkehrszählung. Gut 30 Prozent aller Autos in der Altheimer Straße sind reiner Durchgangsverkehr."

Bei einer Fahrzeugmenge zwischen 4000 und 4600 Autos täglich sei das eine "ganze Menge". Kronenbitter: "Das ist aber auch eine Zahl, die wir so erwartet haben." Woher welche Autos kommen und wo sie überall rund um die Altheimer Straße hin wollen, dass sollen die weiteren Auswertungen ergeben, die Kronenbitter in ein bis zwei Wochen erwartet. Das Rathaus hat schon seit Sommer letzten Jahres konkrete Umbaupläne für die Altheimer Straße. Auch das Geld liegt aus Sanierungsmitteln bereit. Anwohner wie beispielsweise die SPD-Ortsvereins-Vorsitzende Katrin Kinsler hatten aber zunächst eine Verkehrszählung vom Rathaus gefordert. Kinsler: "Wir wollen erreichen, dass weniger Verkehr durch die Altheimer Straße fließt."

Das Rathaus will zumindest erreichen, dass durch den Umbau der Kegelhof-Kreuzung hinter dem Ortsausgang Horb keine Lkw mehr aus Richtung Freudenstadt in die enge Straße fahren. Doch hier weigerte sich das Regierungspräsidium als Genehmigungsbehörde, den Vorschlag der Stadt anzuerkennen.

Dabei soll die jetzige grade Durchfahrt in die Altheimer Straße abgesperrt werden, dafür kurz dahinter in der Linkskurve Autos dann rechts abbiegen dürfen. An dieser Lösung gibt es Sicherheitsbedenken, so Joachim Fischer, Sprecher des Regierungspräsidiums. Der Grund: "Lkw haben bei dieser Verkehrssituation wenig Platz zum Abbremsen, weil sie die Autos, die rechts abbiegen, erst sehr spät sehen. " Doch inzwischen hat es ein Telefongespräch zwischen Regierungspräsidentin Nicolette Kressl und OB Peter Rosenberger gegeben. Fischer: "Sobald das Ergebnis der Verkehrszählung vorliegt, werden wir mit der Stadt sprechen und versuchen, eine möglichst unfallfreie Verkehrslenkung hinzubekommen. Wir sehen das Interesse des Stadtteils, vom Verkehr entlastet zu werden. Dazu werden auch wir konstruktiv an einer Lösung mitarbeiten."

Wäre es eine Lösung, den Berg an der Kegelhofkreuzung mehr abzutragen, damit Lkw eine bessere Sicht auf die querenden Autos haben? Kronenbitter: "Das würde die Umbaukosten enorm erhöhen und auch weniger Sinn machen. Lkw müssen ohnehin dort links abbiegen und halten, um Richtung Altheim zu fahren. Aus Richtung Altheim baut das Land einen Kreisverkehr – da müssen die Lkw bergab sowieso bremsen. Deshalb sehe ich an unserer Lösung kein Sicherheitsproblem."