Horb a. N. Skurrilitäten aus dem Talheimer Gremium

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Auch über den Räumdienst wurde im Talheimer Ortschafsrat ausgiebig diskutiert. Foto: Reichel Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Peter Morlok

Horb-Talheim. Glückliches Talheim, denn: "Wer keine Probleme hat, der macht sich welche."

Der bei jeder Sitzung des neuen Gremiums zu einer Art Stammtisch mutierende Sitzungspunkt "Anfragen", bei dem gerne auch mal zu viert oder fünft über Themen gleichzeitig diskutiert wird, trug auch bei der jüngsten Sitzung im Steinachtal fast schon wieder groteske Züge.

Da beschwerte sich ein Ortschaftsrat allen Ernstes darüber, dass es nach einer sternenklaren Nacht am nächsten Morgen so kalt war, dass es ihn beim Verlassen des Hauses "fast auf den Arsch gesetzt hat." Auch wäre er mit seinem Auto "den Buckel vor meinem Haus" nicht hochgekommen und "i ben fast in die Steiner gerutscht", ergänzte er diese für ihn recht präzise Ortsbeschreibung.

Den Verpflichtungen nicht nachgekommen

Er schilderte die Vorgänge in breitestem Schwäbisch, um festzustellen, dass das Schneeräumen im Flecken einer Katastrophe gleich komme. Am meisten habe ihn aber geärgert, dass "der Müller", der für die freie Fahrt auf Talheims Straßen zuständig ist, am Samstagmorgen um 6.30 Uhr noch im Bett lag und nicht seinen Verpflichtungen nachgekommen sei.

Nachdem er diese Geschichte mindestens vier Mal wiederholt hatte, wusste jeder, was dem armen Mann widerfahren war und auch der eine oder andere Ortschaftsrat konnte über rutschige Straßen berichten. Mitten im Winter ist dies jedoch eher kein solcher Aufreger wert.

Auch eher weniger lustig war die Antrags- und Beschwerdeflut von Hermann Walz. Fein säuberlich hatte er sich aufgeschrieben, über was er sich alles beschweren wollte, damit er ja nichts vergisst. Darunter die Terminkollisionen von Narrenzunft und katholischer Kirchengemeinde, die beide am selben Tag einen Seniorennachmittag anboten.

Auch stieß ihn das gleichzeitige Ausrichten von zwei Hauptversammlungen am selben Abend, nur um eine Stunde zeitversetzt, so auf, dass er dies öffentlich bearbeitet wissen wollte.

Zeitfresser am Ende der Sitzungen

So was geht doch nicht – da muss der Ortsvorsteher Thomas Staubitzer doch eingreifen. Dieser versprach auch, sich darum zu kümmern.

Allein diese zwei Wortbeiträge zeigen, dass es im Steinachtal anscheinend keine wirklichen Probleme gibt. Aber wer keine hat, der bastelt sich halt welche und setzt sie als Zeitfresser ans Ende einer langen öffentlichen Sitzungen.

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