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Horb a. N. Sicherheitsfirma greift zur Selbstjustiz

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Trifft sich in der ehemaligen Hohenbergkaserne eine Raser-Szene? Das Areal scheint ideal dafür geeignet, dennoch ist die Existenz umstritten. Foto: Ganswind

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Horb - Finden auf dem Horber Kasernengelände illegale Autorennen statt? Im Internet brodelt die Gerüchteküche, doch im Rathaus ist man skeptisch. Ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma schreitet derweil selbst zur Tat – ohne das zu dürfen.

Das Areal scheint wie gemacht für illegale Autorennen: Nach wie vor trennen Mauern die ehemalige Kaserne vom restlichen Hohenberg, die Privatsphäre vermitteln. Hinzu kommt: Direkte Anwohner gibt es keine. Da scheint die Verlockung groß, ordentlich aufs Gaspedal zu drücken. Und trotzdem gilt auf dem ehemaligen Kasernengelände genau wie im restlichen Stadtgebiet die Straßenverkehrsordnung.

Umso größer ist der Aufschrei, der dieser Tage durch die sozialen Netzwerke im Internet geht – gerade weil Kinder aus der Nachbarschaft auf dem Gelände gerne mit ihren Fahrrädern fahren. "Ist die alte Kaserne die neue Rennstrecke?", fragt eine Frau empört auf Facebook – und löst damit eine Diskussion aus. Mehrere Nutzer bestätigen, dass das Kasernengelände zum Treffpunkt von Rasern geworden sei, die dort testen, wie viel Kraft unter ihren Motorhauben steckt.

Mitarbeiter von Sicherheitsfirma verweist Autofahrer des Geländes

Auch ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma DSS, die direkt am Eingang der ehemaligen Kaserne sitzt, berichtet auf Facebook von Problemen mit Rasern – und macht keinen Hehl daraus, dass er zur Selbstjustiz greift: "Wir von DSS fahren täglich die Kaserne ab, in verschiedenen Zeiten. Wir haben die Raser immer sofort verwiesen." Auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten bestätigt die Firma DSS, dass die besagte Person einer ihrer Mitarbeiter sei – und sie tatsächlich schon Autofahrer vom Kasernengelände verwiesen habe.

Stadtverwaltung nennt Verhalten "nicht nachvollziehbar"

Der Knackpunkt: Das Areal gehört der Stadt Horb, die Straßen­ des Kasernengeländes sind öffentlicher Raum. Die Firma DSS darf dort also nicht in den Verkehr eingreifen – und erst recht keine Autofahrer aus der Kaserne werfen.

Das betont auch die Stadt Horb. Auf Nachfrage unserer Zeitung sagt Rathaus-Sprecher Christian Volk, dass das Verhalten des besagten DSS-Mitarbeiters "nicht nachvollziehbar" sei. Die Firma sei zwar Mieter im Kasernenareal und von der Stadtverwaltung nach dem Kauf der Kaserne zunächst für die Bewachung des gesamten Objekts beauftragt worden, um Vandalismusschäden an den leerstehenden Gebäuden zu verhindern, bis weitere Mieter für das Areal gefunden worden waren. Volk betont jedoch: "Da sich mittlerweile zahlreiche Firmen und Dienstleister im Kasernengelände niedergelassen haben und die entsprechenden Straßen auch mittlerweile öffentlich gewidmet sind, erstreckt sich die von DSS erbrachte Dienstleistung derzeit nur noch auf den Schließdienst des Stabsgebäudes."

Keine Indizien für Existenz einer Raser-Szene

Ob die Kaserne tatsächlich zu einem Treffpunkt für Raser geworden ist, kann der Rathaus-Sprecher indes nicht bestätigen. Die Stadtverwaltung habe zwar Hinweise erhalten, "allerdings konnten entsprechende Verstöße bislang selbst noch nicht festgestellt werden", so Volk. Ohnehin gebe es keine Indizien dafür, dass in Horb gleich eine ganze Raser-Szene existiere. "Auch im Kontakt mit der Polizei gibt es hier bislang keine Anzeichen. Allerdings ist die Stadtverwaltung dankbar über entsprechende Hinweise und wird diesbezüglich den engen Austausch mit der Polizei suchen", unterstreicht Volk.

Klar ist für den Rathaus-Sprecher: Geschwindigkeitskontrollen wurden auf dem Kasernengelände bislang nicht durchgeführt – und dabei soll es bleiben. Das Ordnungsamt kontrolliere dort regelmäßig Parkverstöße und habe dabei noch nie Raser auf dem Areal beobachten können. Für Blitzer sieht Volk in der Kaserne keine Notwendigkeit: "Der Fokus von Geschwindigkeitskontrollen liegt vorwiegend im Bereich von Gefahrenstellen, Unfallschwerpunkten sowie in Tempo-30-Zonen."

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