Horb a. N. Schultag am Horber Gymnasium endet früh
Schwarzwälder-Bote, 26.06.2012 19:00 UhrVon Kai Gläser
Horb. Für die Schülerinnen und Schüler des Martin-Gebert-Gymnasiums stand gestern der alljährliche Abischerz der Abiturienten auf dem Plan, sodass der "Schultag" für die Klassen fünf bis elf bereits um 8.30 Uhr beendet war.
Der Abiturjahrgang hatte sich bereits um fünf Uhr morgens im Schulgebäude getroffen, um einen besonderen Abischerz vorzubereiten. So wurden zunächst aus allen angrenzenden Bereichen der Schule die Stühle und Tische aus den Klassenräumen entfernt und in der Aula gesammelt, sodass ein einziger Gang entstand, der die Schüler nach ihrer Ankunft direkt in den Schulhof leitete. Der Weg ins Lehrerzimmer wurde mit weiß-rotem Absperrband sowie mit zahlreichen Schnüren, die an den Wänden besfestigt waren, abgesperrt.
Zuvor hatten der Abschlussjahrgang nahezu den gesamten Lehrerparkplatz mit den eigenen Autos und den gläsernen Übergang vom Altbau zur Mensa mit zahlreichen Luftballons gefüllt. Im Schulhof wurden währenddessen die Soundanlage und die Spiele des Programms vorbereitet.
Als die ersten Schüler gegen sieben Uhr die Schule betraten, wurden sie von den Abiturienten bereits mit Wasserpistolen erwartet und direkt in den Pausenhof umgeleitet, sodass ein normaler Unterrichtsablauf nicht möglich war. Doch neben den Schülern staunten auch einige Lehrer nicht schlecht, was sich buchstäblich über Nacht im Martin-Gerbert-Gymnasium getan hatte.
Anwesende Lehrer zur Freude der Schüler in großen Käfig gesperrt
Nachdem auch die letzten Schüler im Hof eingetroffen waren, begann das Programm, durch das Lena Breuling und Axel Creuzberger vom Anhänger eines alten Traktors führten. So wurden zunächst alle anwesenden Lehrer in einen großen Käfig gesteckt, was sich anschließend als wichtiger Bestandteil des nächsten Spiels herausstellte. In diesem Wettkampf ging es darum, mit einem Fahrzeug der eigenen Wahl, etwa ein Bobbycar oder ein kleiner Traktor, einen festgelegten Parcours möglichst schnell zu durchfahren. Dabei traten jeweils ein Lehrer und ein Schüler einer bestimmten Altersklasse gegeneinander an. Der Gewinner erhielt eine "Super mABIo-Mütze" und zwang seinen Gegner auf "den Stuhl", der eine Heu- oder Sägemehl-Dusche für den Unterlegenen bereithielt.
Die Schüler der unteren Klassen hatten trotz, oder gerade wegen der zahlreichen Wasserpistolen und Wasserbomben sichtlich Spaß am von den Abiturienten geplanten und ausgeführten Ereignis. Das nächste und zugleich letzte gemeinsame Auftreten der größten Jahrgangsstufe in der Geschichte des Martin-Gerbert-Gymnasiums gibt es am kommenden Wochenende im Rahmen des Abifests, das nach zweijähriger Abstinenz, von Donnerstag bis Samstag, wieder auf dem Horber Festplatz stattfinden wird.


