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Horb a. N. Raus aus dem grauen Alltag, rein in die bunte Zirkuswelt

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Im Zelt hängt der Duft von Popcorn, die Kapelle spielt, Pferdehufe wirbeln die Sägespäne in der Manege auf, Kinderaugen leuchten. Der Zirkus Charles Knie hat am Freitagnachmittag seine erste Vorstellung des Horber Gastspiels gegeben.

Horb. Die Besucher strömen schon deutlich vor Vorstellungsbeginn ins Zelt. Tina und Anton Daub sind mit ihren Söhnen Toni und Henri, vier und fünf Jahre alt, gekommen. Die Zirkusplakate, die in der ganzen Stadt hängen, haben die Jungs neugierig gemacht. "Seit einer Woche liegen sie uns in den Ohren", sagt die Mutter. Es ist der erste Besuch für die beiden, die sich vor allem auf große Tiere freuten.

Für Else Keller aus Horb ist es das Gesamtpaket aus Artistik, Tiernummern und der Atmosphäre im Zirkus, die sie anlockt.

Tina Korherr kommt zum einen, um die Artisten zu unterstützen, zum anderen, weil der Zirkus für die 30-Jährige Kindheitserinnerungen weckt. Hinzu komme der Nervenkitzel. "Die artistische Leistung begeistert mich und es gibt viel Anlass zu lachen", sagt sie.

"Der Zirkus Charles Knie ist sehr bekannt, da weiß man, die haben ein hohes Niveau", sagt Besucherin Sandra Grimm. Sie hat mit Schwester und Kindern einen Ausflug gemacht. "Für die Kinder ist das faszinierend", sagt die Haiterbacherin. "Jetzt geht’s los", ruft ihre kleine Tochter, als das Licht im Zelt aus und die Scheinwerfer angehen.

"Verlassen Sie den grauen Alltag!", sagt der im Zirkusfrack gekleidete Ansager zu Beginn des Programms. Und schon kommen exotische Schönheiten mit langen, bunten Federkreationen auf dem Kopf zu Sambarhythmen in die Manege geschritten. Ihnen folgen Kamele, Zebras und eindrucksvoll gehörnte Rinder – und schon ist der graue Alltag, das Regenwetter vor den Zeltplanen vergessen. Die Tierdressur, mit der das Programm beginnt, ist derzeit das Aushängeschild des Zirkus Charles Knie. Der Tiertrainer Marek Jama hat damit im Januar beim internationalen Zirkusfestival in Monte Carlo den Silbernen Clown gewonnen.

Dann geht erstauntes Raunen durchs Zelt, als der Schlangenmann César Pindo aus Ecuador seine Glieder verbiegt und sich letztlich in eine kleine Plexiglaskiste zwängt. Eine luftige Jonglage zeigt ein australisches Trio Messoudis. Die Männer werfen sich silberne Kegel im Laufen zu und zwei von ihnen werfen mit ihren Kegeln – zum Beweis der Präzision – dem dritten im Bunde seinen Hut vom Kopf und Brille von der Nase.

Der Clown Henry aus Venezuela bringt die Menge mehrmals in der Vorstellung zum Lachen. Auch Tiertrainer Jochen Träger-Krenzola junior beweist Humor, wenn er "die ganz großen Tiere" ankündigt und dann seine Laufenten hinter dem rotsamtenen Vorhang hervorwatscheln. Er arbeitet auch mit Schweinen, die Namen wie Pablo, Peggy und Oscar tragen.

Immer wieder begleitet eine Sängerin die Vorführungen oder gibt mit ihren Tänzerinnen kurze Einlagen, deren strassbesetze Kostüme im Scheinwerferlicht funkeln und glitzern.

Der erwartete Nervenkitzel stellt sich spätestens mit der Trapeznummer der internationalen Truppe Flying Wulber ein: Die Männer und Frauen in neonfarbenen Anzügen zeigen Salti und schwungvolle Sprünge unter dem Zirkusdach, die von höchster Körperbeherrschung zeugen.

Diese Nummer hat bis zur Pause der kleinen Emilia am besten gefallen, weil sie selber turnt. Ihrer Tante Margot Rauschenberger hat der Clown am besten gefallen. Und sie lobt, dass der Zirkus auf Kritik von Tierschützern reagiert hat.

Beim Gastspiel im Jahr 2015 hatte es auch in Horb Proteste an der Haltung von Wildtieren im Zirkus gegeben. "Die haben das gut umgesetzt, dass es jetzt keine Löwen, Elefanten, Giraffen mehr gibt", sagt Rauschenberger. "Aus diesem Grund habe ich Zirkusvorstellungen in den letzten Jahren immer gemieden." Die Nummer mit Schweinen und Kleintieren sei hingegen außergewöhnlich und habe ihr gefallen.

Das gut 1400 Personen fassende Zirkuszelt war bei der ersten Vorstellung nicht ganz gefüllt. Der Zirkus gastiert noch bis kommenden Sonntag in Horb.

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