Horb-Mühringen - Seit einigen Jahren schon findet einmal im Jahr eine gemeinsame Übung der Freiwilligen Feuerwehr Mühringen zusammen mit dem DRK Mühringen und der Feuerwehr Felldorf statt. Am Montagabend bot sich die gute Gelegenheit, als man für die Nachtübung das Dehner- Gelände mit seinen beiden Hallen nutzen durfte. Die Einsatzleitung hatte der Kommandant der Mühringer Feuerwehr, Michael Kramer. Das Besondere an dieser Übung sei, erklärte er, dass die Feuerwehrleute vorher nichts wissen und das Ganze nahezu unter realistischen Bedingungen abläuft und es komme auf die Koordination zwischen der Mühringer Wehr, den Kameraden aus Felldorf und dem DRK an.

Bei Ankunft der Feuerwehr stellte sich die Lage folgendermaßen dar: In der ersten Halle war die Gasleitung an einem Wohnmobil undicht geworden und Gas ausgetreten. Durch Schweißarbeiten an einem Auto in der benachbarten Halle kam es zu einer Verpuffung und Schwelbränden, und ein Teil des Daches in der ersten Halle war weggeflogen. Es war noch nicht klar, wie viele Menschen sich noch im Gebäude befanden.

Die Mühringer Feuerwehr war mit 16 Mann vor Ort. Die erste Gruppe unter der Führung von Carsten Kuligowski begann sofort mit der Menschenrettung. Die zweite Gruppe unter der Leitung von Rudi Kramer baute die Wasserversorgung aus der Eyach auf. Mit zehn Mann waren die Kameraden aus Felldorf angerückt. Die Gruppe unter der Leitung von Jan Oswald baute die Riegelstellung auf, um die Gastanks vor dem Gebäude zu sichern und unterstützte mit einem Trupp die Atemschutzträger aus Mühringen. Drei Verletzte wurden aus der Halle geborgen und sofort vom DRK Mühringen versorgt, das sich mit acht Mann unter der Führung von Daniel Wiest um die Brandverletzungen, Brüche, Schnittwunden und Rauchvergiftungen kümmerte. Alles lief routiniert und gut koordiniert ab. Plötzlich hieß es, ein Feuerwehrmann sei verletzt. Auch er konnte aus der Halle gerettet werden. Alles lief so realistisch ab, dass ein Feuerwehrmann aus Felldorf wirklich glaubte, der Kamerad aus Mühringen sei umgekippt.

Würde so ein Fall wie der angenommene wirklich eintreten, wäre die Lage äußerst brisant und eine besondere Herausforderung für die Feuerwehr, erklärte Kommandant Michael Kramer, der mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden war.