Horb a. N. Nicht nur "altersrelevante Themen"

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Gerhard Munding, Andreas Bronner und Dietrich Siebert – drei Horber, die den Stadtverband der Horber Senioren-Union in der CDU leiten – umrahmt von Parteiprominenz. Foto: Morlok Foto: Schwarzwälder-Bote

Einige alteingesessene CDUler haben in Horb einen Stadtverband der Senioren-Union gegründet. Man wolle sich aber nicht nur auf "altersrelevante Themen" reduzieren lassen, sondern mit der Erfahrung des Alters politische Diskussionen mitgestalten, hieß es.

H orb. Zwecks Gründung eines Stadtverbandes der Horber Senioren-Union in der CDU haben die Initiatoren am Donnerstagnachmittag in das Nebenzimmer der Gaststätte Schiff eingeladen. Insgesamt waren mehr als 30 Interessierte, darunter auch Parteifreunde aus Eutingen und Empfingen, dieser Einladung gefolgt. Die neue Vorstandschaft durfte sich am Ende der Veranstaltung über eine Reihe neuer Mitglieder freuen.

Begrüßt wurden die Veranstaltungsteilnehmer von Maria Klink, Vorsitzende der Kreis-Senioren-Union, die sich besonders darüber freute, dass neben dem Landtagsabgeordneten Norbert Beck auch der stellvertretende Bundesvorsitzende der Senioren-Union Klaus Bernhold, der Bezirksvorsitzende Nordbaden Hans Rüdinger und der ehemalige Horber Staatssekretär Norbert Schneider den Weg nach Horb fanden.

Beck, der für seine Grußworte genau die gleiche Rede nutze, die er bereits vier Wochen zuvor bei der Neuformierung des Horber CDU-Stadtverbands vortrug, wertete die Tatsache, dass 30 Interessierte der Einladung folgten, als sicheres Zeichen, dass es Sinn macht, eine Horber Senioren-Union zu gründen. "Das ist keine Konkurrenz zum Kreisverband", gab er gleich Entwarnung in Richtung seiner Sitznachbarin Klink.

Der zum Versammlungsleiter bestellte Hans Rüdinger hielt einen flammenden Appell für die Gründung dieser Gruppe. Als erster Schritt wurde dann die Senioren-Union im Stadtverband Horb per Akklamation von den angeblich zehn stimmberechtigten Mitgliedern laut Anwesenheitsliste, von denen sich immer nur acht an den Abstimmungen beteiligten, gegründet.

Danach stieg man in das Wahlprozedere ein, denn natürlich braucht dieser neue Verband eine Führungsspitze. Die Sache war hervorragend vorbereitet, und da sich für jeden Posten nur eine Person bewarb, ging die Wahl auch ruckzuck über die Bühne. Zum Vorsitzenden wurde Stadtrat und Altheims Ortsvorsteher Andreas Bronner gewählt, sein Stellvertreter ist der Ahldorfer Kurt Schmid. Erich Jung wurde zum Schriftführer bestimmt, Gerhard Munding stellte sich als Pressereferent zur Verfügung, und Dietrich Siebert wurde Beisitzer. Eine Kasse wird nicht geführt.

Der neugewählte Vorsitzende betonte, dass die Senioren-Union zur Belebung der Politlandschaft beiträgt. "Wir wollen unsere Meinung äußern zu politischen Themen in der Stadt und auf allen anderen Ebenen, denn Politik muss Gegenwart und Zukunft gestalten. Dazu braucht es Erfahrung und Engagement. Nicht nur, aber sicher auch von den Senioren", so Bronner.

Der erfahrene Kommunalpolitiker glaubt, dass die Parteien gut beraten sind, wenn sie ihre Alten in die Endscheidungsfindungen einbinden. Und Bronner fügte im Hinblick auf die Senioren hinzu: "Wir sind die Gruppe mit der größten Wahlbeteiligung." Für ihn steht fest, dass der neu gegründete Stadtverband nicht gegen, sondern mit dem Kreisverband arbeitet und machte abschließend noch auf die niederschwellige Möglichkeit zur Mitgliedschaft in der Senioren-Union aufmerksam. "Mitglied in der Senioren-Union können CDU-Mitglieder und Nichtmitglieder der CDU über 60 Jahre werden."

Klaus Bernhold ging unter dem Motto "Zukunft braucht Erfahrung" dann sehr ausführlich auf die Arbeit der politischen Senioren ein. "Wir lassen uns nicht auf altersrelevante Themen reduzieren. Wir wollen die Themen, die im Leben wichtig sind vorwärtsgewandt mitprägen", seine Forderung.

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