Horb a. N. Mit dem Motorrad auf Weltreise

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Ushuaia war der südlichste Punkt der Südamerika-Tour von Kati und Jens Witte. Hier verbrachten sie auch Neujahr. Jetzt geht’s wieder Richtung Norden. Ushuaia ist Ausgangspunkt für zahlreiche Antarktisexpeditionen. Foto: Witte

Horb - Ein neues Reiseabenteuer hält 2012 die Motorrad-Weltreisenden Kati und Jens Witte in Atem: Südamerika. Betra war Ende 2010 ihre letzte "Station", bevor sie aufbrachen. Von "fast schon heimischen Gefühlen" schwärmen sie bei ihrem Trip in die Anden. Wenn nur die Vulkane nicht wären.

Australien und Neuseeland waren im vergangenen Jahr die Stationen der Weltreise, und dieses Jahr geht’s durch Südamerika. Bereits Ende vergangenen Jahres konnten sich die Wittes über ihre problemlose Ankunft auf dem Kontinent freuen. "Direkt nach der Landung in Santiago konnten wir unsere Motorräder im Cargo Terminal des Flughafens abholen", berichten Kati und Jens.

Nach den ersten Tagen in der Hafenstadt Valparaiso (Chile), ging es über die Anden nach Argentinien. Ein für südamerikanische Verhältnisse nicht sehr hoher Pass von 3300 Meter führte durch die spektakuläre Bergwelt der Anden. Kati und Jens erzählen: "Zunächst ließen wir uns in Mendoza nieder, der wohl bekanntesten Weinregion Argentiniens. Mendoza ist ein hektische Stadt, mit unzähligen Weinlokalen und den für Argentinien so typischen Asado-Restaurants." Die Hektik der Stadt hat die beiden jedoch schon bald entlang der Routa 40 weiter Richtung Süden getrieben. Die Routa 40 ist die wohl bekannteste Straße Argentiniens, sie verläuft entlang der Anden von Nord nach Süd.

"Wir trafen auf dem Weg viele deutsche Reisende, einige Motorradfahrer aber auch Wohnmobile und Geländewagen mit deutschen Kennzeichen." Geprägt von Holzhäusern im schweizerischen Stil war die Gegend um Bariloche, die "Schweiz Argentiniens".

"Wir spüren die Asche in unseren Lungen"

Kati und Jens berichten: "Die grüne Berglandschaft und die vielen Seen vermitteln ein fast schon heimisches Gefühl. Wäre da nicht der aktive Vulkan Puyehue, der bereits vor sechs Monaten anfing, Asche und Gestein zu spucken. Große Teile der Landschaft, insbesondere auf der argentinischen Seite, liegen unter einer dicken Ascheschicht (...). Die Fahrt durch die Region ist anstrengend, wir spüren die Asche in unseren Lungen, auch der Luftfilter der Motorräder ist schon nach wenigen Kilometern voller grauer Asche."

Nach vielen hundert Kilometern durch die karge argentinische Pampa und Begegnungen mit Gauchos wurde den Wittes klar: "Hier finden wir das Argentinien wie wir es uns vorgestellt haben."

An der Atlantikküste angekommen besuchten die beiden die Peninsula Valdez, ein Nationalpark mit einer einzigartigen Meeresfauna. Auf ihrer weiteren Reise durchs Land genossen sie die Gastfreundschaft eines Motorradclubs.

Argentinien hat nicht viele Campingplätze zu bieten und so mussten sich die Wittes abends des Öfteren nach einem freien Platz für ihr Zelt umschauen. Doch meist sei das kein großes Problem, neben einer Tankstelle oder auch im Hinterhof der örtlichen Polizeiwache seien die Wittes immer willkommen gewesen.

Im Spätherbst erreichte das Ehepaar das südliche Ende des Kontinentes. Vorher hatten die beiden öfters die Grenze überqueren müssen – inzwischen fast schon Routine. Kati und Jens erzählen: "Grenzübertritte gehen uns inzwischen schon leichter von der Hand, wir kennen die Fragen der Zöllner und haben die Richtigen Unterlagen zur Hand." Mit Feuerland erreichten die beiden eines der großen Ziele ihrer Reise. Von dort waren es nur noch wenige Kilometer bis zur südlichsten Stadt der Welt. "Näher können wir mit unseren Motorrädern der Antarktis nicht kommen. Das Wetter hier ist selbst im Sommer sehr wechselhaft und kühl. Tagestemperaturen von 10 bis 17 Grad lassen nun doch eher Weihnachtsgefühle aufkommen als die Hitze im Norden", schreiben die beiden.

Dann erreichten sie Ushuaia, den südlichsten Punkt ihrer Reise. Dort verbrachten sie Weihnachten und Neujahr. Ushuaia ist nicht nur Ausgangspunkt für zahlreiche Antarktisexpeditionen, dort trifft sich auch die Gemeinde der Globetrotter jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr, um gemeinsam zu feiern. Aus aller Herren Länder finden sich die Reisenden ein. Kati und Jens schreiben: "Ob mit dem Motorrad wie wir, dem Wohnmobil, mit Allrad-Lkws oder auch dem Fahrrad. Alle haben hier eines gemeinsam – Reisefieber!"

  
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