Horb a. N. Machbarkeitsstudie: Freibad ist für Stadt zu teuer

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Das Campingplatz-Freibad auf der Schütte bleibt wohl das einzige Freibad in Horb. Foto: Hopp

Horb - Oberbürgermeister Peter Rosenberger hatte in unserem Bilanzinterview dem Freibad-Traum eine Absage erteilt. Das will die Stadtverwaltung nun auch so am kommenden Dienstag dem Gemeinderat vorschlagen. Auch mittelfristig soll es kein Freibad in Horb geben.

Die Stadt sieht nach der Erstellung einer Machbarkeitsstudie keine Finanzierungsmöglichkeit. Um ein Freibad realisieren zu können, müsste die Besucherzahl deutlich mehr wachsen, als man derzeit kalkuliert. Auf Grundlage dieser Annahme müsse man mit einem jährlichen Minus bei den Betriebskosten von rund 27 0.00 Euro rechnen.

Dabei ist auch noch nicht der sogenannte Horb-Pass, der Menschen mit geringerem Einkommen einen Besuch des Neckarbads zu vergünstigten Konditionen ermöglicht, eingerechnet, sodass von einem noch höheren Verlust auszugehen ist.

Um die Machbarkeit zu prüfen, wurden auch zwei Freibäder in der Nähe als Vergleich hinzugezogen. Doch das, was man in Horb als Freibad umsetzen könnte, sei kaum oder gar nicht mit Sulz oder Haigerloch vergleichbar.

Zuschüsse vom Land seien nicht zu erwarten

In der Studie der Fritz Planung GmbH aus Bad Urach ist man für Horb von einem Sportbecken mit 25 Metern und vier bis fünf Bahnen, einem Nichtschwimmerbecken und einer Sprunganlage ausgegangen.

Die Studie ging auch noch von einem Kinderplanschbecken, einem separaten Zugang in leichter Bauweise sowie einem Umkleide- und Sanitätsbereich in leichter Bauweise aus. Sowohl Sulz als auch Haigerloch würden sich deutlich davon abheben, so die Stadverwaltung in ihrer Beratungsvorlage.

Die Machbarkeitsstudie hatte auch zwischen einem separaten Freibad und einem Kombibad mit dem bisherigen Neckarbad unterschieden. Die Investitionskosten für ein separates Freibad liegen bei 3,74 Millionen Euro brutto, bei einem Freibad als Kombibad bei 3,02 Millionen Euro. Auch Zuschüsse vom Land seien nicht zu erwarten, da das Land zwar Zuschüsse für den Bau und die Sanierung von Turn- und Sporthallen sowie Sportfreianlagen gewährt. Das gelte aber nicht für Schwimmbäder.

Am kommenden Dienstag wird das beauftrage Unternehmen dennoch die Machbarkeitsstudie vorstellen.

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