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Horb a. N. Los geht das Abenteuer Jakobsweg

Von
Siegfried Kipke, Geschäftsführer von Help Tech, hat am Dienstag den Wagen an den Taubblinden Sven Fiedler übergeben. Er startet kommende Woche mit seiner Taubblindenassistentin Almuth Kolb das Abenteuer Jakobsweg. Foto: Hopp Foto: Schwarzwälder-Bote

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Für den Taubblinden Sven Fiedler geht in ein paar Tagen das Abenteuer Jakobsweg los (wir berichteten). Zuvor wurde ihm am Dienstag ein Auto übergeben, das ihm die Firma Help Tech aus Nordstetten zur Verfügung stellt und Fiedler auf seiner Reise helfen soll.

H orb. Monate der Vorbereitung liegen hinter Fiedler. Der 49-Jährige, der aus Rottweil stammt, bricht nun am Mittwoch, 19. April, auf. Los geht es von Saint-Jean-Pied-de-Port in Frankreich. 800 Kilometer in 40 Tagen sind es dann noch durch Spanien bis nach Santiago de Compostela, wo er am 31. Mai ankommen will.

Antrieb ist für ihn nicht die Religion, Fiedler sieht seine Pilgerreise als stille Demonstration für Menschen mit Taubblindheit. "Ich gebe mein Leben und meine Träume nicht auf", so Fiedler.

Mit drei Begleitern macht sich der 49-Jährige auf den Weg. Sie helfen Fiedler indem sie ihn dauerhaft führen und ihm durch Beschreiben der Umgebung ein Bild "zeichnen". Für Fiedler, der 2010 vollständig erblindete, ist es möglich, sich so eine Vorstellung von seiner Umwelt zu machen.

Seine Begleiter wechseln im Verlauf der Reise ab. Insgesamt hat er acht Unterstützer. Unter ihnen Almuth Kolb, Taubblindenassistentin, die Fiedler schon seit mehr als drei Jahren begleitet.

Da es für den 49-Jährigen schwierig ist, sich in neuen Umgebungen zurechtzufinden, wird er nach den Tagesettappen – täglich sollen es zwischen 20 und 30 Kilometer sein – zurück ins Hotel gefahren, um so möglichst selten die Unterkunft wechseln zu müssen. Hier kommt das vom Nordstetter Unternehmen Help Tech zur Verfügung gestellte Fahrzeug ins Spiel. Zudem 400 Euro an Benzingeld. "Das Fahrzeug ist vollständig gewartet, sollte also keine Probleme machen", erklärt Geschäftsführer Siegfried Kipke. Help Tech, bis vor Kurzem noch als Handy Tech bekannt (wir berichteten), stellt Hilfsmittel für Blinde und Sehbehinderte her.

Und da für Sven Fiedlers Unternehmung noch weitere Kosten anfielen, hatte er kalkuliert, dass insgesamt etwa 35 000 Euro Spenden notwendig seien. Die hat er inzwischen zusammenbekommen. Sogar mehr, wie er meint.

Mit seiner Reise will der 49-Jährige erreichen, dass mehr über die Behinderung Taubblindheit bekannt wird. Etwa 8000 Taubblinde gibt es deutschlandweit. "Vielen ist gar nicht bewusst, dass es das überhaupt gibt", erklärt Fiedler. Der 49-Jährige wird über seine Facebook-Seite über sein Abenteuer informieren.

Weitere Informationen: www.facebook.com/ SvenFiedlerRottweil

 
 

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