Horb a. N. Kopfschütteln nach Konzert-Absage
Gerd Karjoth, 04.06.2012 09:02 Uhr
Mit diesen Plakaten wurde am alten Freibad auf die Absage des Konzertes des MV Dießen hingewiesen.Foto: Karjoth
Horb - Die Absage des Konzertes des Musikvereins Dießen am alten Freibad in Horb hat am Sonntagnachmittag für Kopfschütteln bei vielen Besuchern gesorgt.
Mit Schirmen und Jacken hatten sie sich gewappnet für den Fall, dass es regnen sollte. Sie waren bereit für das Konzert des MV Dießen, das von 15 bis 17 Uhr auf der Bühne beim alten Freibad stattfinden sollte. Von einer Bühne war allerdings weit und breit nichts zu erkennen. Die Besucher konnten auf Zetteln, die rings um das Gelände und auf dem Gelände vereinzelt angebracht waren lesen, dass das Konzert ausfällt.
Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte Kioskbesitzerin Regina Schwenke gestern, dass sie erst seit zwei Tagen vom Ausfall des Konzerts weiß. Den Grund wusste sie nicht. Die verbleibenden Gäste diskutierten die Kündigung der Kioskbetreiberin und zeigten Verständnis für ihre Reaktion hinsichtlich der Nutzung der Toilette (wir berichteten).
Wer geglaubt hatte, dass die unsichere Wetterlage der Grund für die Konzertabsage war, sah sich getäuscht. Der Vorsitzende des MV Dießen, Daniel Straub, sagte, dass er bereits Donnerstagabend vom Ausfall des Konzerts erfahren hatte. Ein Mann der Stadt Horb habe bei ihm angerufen und ihm die Konzertabsage mitgeteilt. Als Grund nannte er die Kündigung der Kioskbetreiberin, die diese am selben Tag erhalten habe. Er wisse nicht, wie diese reagieren würde. Sprich, er hatte Bedenken, ob der Kiosk gestern überhaupt geöffnet hat. Dem Musikverein sei es aber freigestellt, ob er spiele oder nicht. Straub: "Wir entschieden uns nicht zu spielen, denn was sollten wir machen, wenn die Stadt Horb noch nicht einmal weiß was passiert." Ihm habe der Vertreter der Stadt Horb zugesagt, dass er veranlassen werde, dass der Ausfall des Konzerts bekannt gegeben wird. Aber: Außer den angebrachten Zetteln war scheinbar nichts passiert, denn weder die Presse noch viele Bürger hatten Kenntnis vom Ausfall des Konzerts.
Den Bedenken der Stadt, dass Schwenke das Kiosk nicht geöffnet haben könnte, widerspricht die Kioskbetreiberin vehement. Sie will ihren Vertrag bis Ende August erfüllen. Der Besuch vieler zufriedener Gäste gestern gab ihr Recht.




Ist mir NEU, dass ...
... es für ein Konzert wichtig ist, ob ein Kiosk geöffnet hat. Es könnte aber der Eindruck entstehen, dass die Stadt der Kioskbesitzerin noch mehr schaden möchte, als sie es eh schon getan hat. Die Absage ist reinste Schikane und einer Stadt unwürdig, obwohl wenn man es sich recht überlegt ist es in Horb ja schon üblich!!! Hut Ab, Frau Schwenke, dass Sie Ihren Vertrag erfüllen möchten, auch wenn es Ihnen so schwer gemacht wird. Da hat die Stadt wohl ihr Ziel nicht erreicht!
Narrenfreiheit
Es ist doch immer so: In der Freien Wirtschaft würden Köpfe rollen, aber bei der Stadt kann man sich alles erlauben. Wann wird diese Narrenfreiheit endlich abgeschafft und die 'Verantwortlichen' müssen auch mal echte 'Verantwortung' übernehmen ???
Nur weiter so
Sehr geehrte Mitarbeiter der Stadt Horb, wiedereinmal habt ihr bewiesen es geht immer noch ein bisschen mehr. Leider geht es immer in die negative Richtung. Ich frage mich echt was man mit euch anfangen soll wenn ihr nicht mal in der Lage seid nachzufragen ob denn der Kiosk offen oder geschlossen sein wird. Man muss sich Fragen ob da nicht ein Büro in der Stadtverwaltung Fehlbesetzt ist. Das erinnert mich an die Rache des kleinen Mannes.