Horb a. N. Kinder genießen vor allem die Zeit mit den Pferden

Schwarzwälder-Bote, 07.08.2012 22:12 Uhr

Von Marion Tischbein

Horb-Nordstetten. Schon über 30 Jahre bietet der Reiterverein Nordstetten Reiterferien für Kinder an. Dieses Mal verbringen 31 Kinder im Alter von neun bis 15 Jahren, darunter zwei Buben, von Sonntag, 29. Juli, bis Samstag, 11. August, fröhliche Tage mit den Pferden auf dem Hirschhof.

Geleitet wird der Kurs von Claudia Hirsch, die von den Betreuerinnen Andrea Hennel, Nikola Eder und Julia Kurz unterstützt wird. Die meisten Teilnehmer kommen aus dem Verein, verriet Herta Hirsch. Die Vorkenntnisse sind unterschiedlich. Die Kinder werden je nach Können in Gruppen aufgeteilt. Während die einen mit Voltigieren anfangen, dürfen andere unter der Anleitung von Regine Kußmaul und Karo Weber schon an der Longe oder frei reiten.

Natürlich gehören auch Stalldienst, Pferdepflege und Theorie auf dem Programm. Nachmittags ab 16 Uhr ist Freizeit für Spiel und Unternehmungen angesagt. So war man vergangenen Mittwoch im Hallenbad und heute kann man sich bei einem Filmabend seinen Lieblingsfilm wünschen.

Die größeren Mädchen waren auch beim Empfang für Doppelolympiasieger Michael Jung auf dem Flößerwasen dabei und standen mit anderen Mitgliedern des Reitervereins Spalier.

Schon traditionell gestalteten die Kinder mit ihren Betreuerinnen am Samstag in der Mitte des Reitkurses einen bunten Abend, für den sie sich wieder einiges hatten einfallen lassen. Da herrschte fröhliche Stimmung bei einem Turnierreiten ohne Pferde und einem Flutlichtspringen, ebenfalls ohne Pferd, bei dem die Hindernisse mit Taschenlampen angeleuchtet wurden. Einige Kinder führten Tänze vor oder sangen ein Lied.

Schon im elften Jahr sorgt Horst Medinger für die Verpflegung der Reiterschar und er weiß genau, was bei den Kindern ankommt. Alles wird frisch zubereitet.

Am Sonntag durften die jungen Reiter ausschlafen. Dann wartete Medinger mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet auf, das keine Wünsche offen ließ. 50 Essen bereitet er jeden Tag zu und, wie er versichert, langen alle kräftig zu.

Übernachtet wird auf der überdachten Tribüne oder im Zelt. Wenn man die Kinder fragt, was ihnen hier besonders gefällt, so ist das die Zeit mit den Pferden, der Reitunterricht und vor allem die Gemeinsamkeit. Viele kommen schon zum zweiten oder dritten Mal.

Zum Abschluss am kommenden Samstag werden die Kinder ihren Eltern vorführen, was sie gelernt haben. Jedes Kind bekommt zum Abschied ein Bild mit seinem Lieblingspferd.

"Die Atmosphäre, das Reiten und die Kameradschaft in der Gruppe, alles hat gestimmt", stellte Herta Hirsch zufrieden fest.

 
 
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