
Horb/Berlin - Großer Bahnhof für die Horb-Berlin-Läufer am Freitagnachmittag unter dem Brandenburger Tor: Die Ausdauerläufer wurden nach 13 Tagen Anstrengung begeistert in Berlin empfangen.Als bekannt wurde, dass die internationale Truppe um Organisator Ingo Schulze vor der Landesvertretung Baden-Württemberg zum Endspurt gestartet war, bildeten sich unter der Quadriga sogleich Trauben von Menschen. Wenige Minuten später steuerten 24 Ultramarathonläufer vor laufenden Fernsehkameras ihr Ziel, den Platz vor dem Berliner Wahrzeichen, an. Schirmherr und Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel: "Die Schwarzwälder und ihre Freunde haben mal wieder eine hervorragende Figur gemacht!"
Nach 13 strapaziösen Tagen und knapp 800 Kilometern Fußmarsch zeigten sich die 24 der ursprünglich 28 Läuferinnen und Läufer aus aller Welt erstaunlich frisch in der Bundeshauptstadt, wo ihnen zu Ehren am Abend noch ein Empfang in der baden-württembergischen Landesvertretung gegeben wurde. Besonders die 70-jährige Sigrid Eichner sorgte für Aufsehen. "Bild" titelte: "Wahnsinn. Berliner Omi (70) schafft Mega-Marathon."
Organisator Ingo Schulze konnte sich endlich entspannt zurücklehnen: "Wir hatten überall dank des professionellen Einsatzes von Hans-Joachim Fuchtel und seinem Team einen tollen Empfang und haben unterwegs richtig was erlebt. Der letzte Abend in Fichtenwalde war absolute Spitze, als wir mit Akkordeonklängen begrüßt wurden."
Der CDU-Bundestagsabgeordnete zollte den Läufern denn auch großen Respekt ob ihrer Leistung, denn schließlich haben fast alle durchgehalten: „Es ist erstaunlich, was Menschen alles leisten können“, sagte Fuchtel, zumal einige Läufer die 60 Lenze bereits überschritten hätten und der älteste Teilnehmer sogar 76 Jahre alt war. Chefarzt Professor Karsten Dreinhöfer vom Medical Park Humboldtmühle in Berlin, ließ es sich nicht nehmen, alle Läufer vor dem Zieleinlauf persönlich auf ihren Gesundheitszustand durch zu ckecken. Sein Urteil: "Alle Teilnehmer sind durch die Bank topfit."
Fuchtel hatte in Berlin das nötige Lokalkolorit in die Veranstaltung gebracht, in dem er ein junges Paar in original Oberreichenbacher Schwarzwald-Trachten aus seinem Wahlkreis Calw/Freudenstadt schlüpfen ließ. Sie sorgten in Berlin für bewundernde und neugierige Blicke.