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Horb a. N. Horb bekommt den Bau-Boom zu spüren

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Bau-Boom in Horb: Im vergangenen Jahr haben Häuslebauer doppelt so viel Geld in die Schaffung von eigenem Wohnraum investiert wie in den Vorjahren. Damit liegt die Große Kreisstadt voll im Bundestrend – anders als der restliche Landkreis Freudenstadt.

Hor b. Die anhaltende Niedrigzinsphase macht es möglich: In Deutschland wird wieder verstärkt in "Beton-Gold" investiert und die eigene Immobilie als Wertanlage verstanden. Der Osten des Landkreises Freudenstadt liegt dabei voll im Bundestrend: Laut Angaben der Baurechtsbehörde der Stadt Horb, die neben Horb auch für die Gemeinden Empfingen und Eutingen zuständig ist, hat sich das Baukostenvolumen im vergangenen Jahr verdoppelt.

Konkret wurden in den Jahren 2010 bis 2014 im Horber Zuständigkeitsgebiet von den Häuslebauern jährlich gut 30 Millionen Euro investiert. Im vergangenen Jahr stieg diese Zahl dann auf 68,6 Millionen Euro. Parallel dazu gehen immer mehr Bauanträge im Horber Rathaus ein: 2010 bis 2014 waren es im Durchschnitt 307 Bauanträge, 2015 dann 342 und im vergangenen Jahr 347 Bauanträge. "Für das Jahr 2017 wird eine erneute Steigerung erwartet", sagt Rathaus-Sprecher Christian Volk.

Der Bau-Boom ist allerdings nicht im gesamten Landkreis Freudenstadt festzustellen. Landratsamt-Pressesprecherin Sabine Eisele sagt auf Nachfrage unserer Zeitung: "Die Zahlen belegen, dass zumindest im Bereich der Baurechtszuständigkeit des Landratsamtes kein Bau-Boom spürbar ist." Zuständig ist das Landratsamt für Alpirsbach, Loßburg, Pfalzgrafenweiler, Grömbach und Wörnersberg. Dort wurden im vergangenen Jahr gerade einmal 36,7 Millionen Euro in gewerbliche und private Bauvorhaben investiert, lediglich 193 Bauanträge gingen beim Landratsamt ein. Das ist kaum ein Unterschied zu den Jahren 2011 mit einem Baukostenvolumen von 31,7 Millionen Euro und 2013 mit 34,2 Millionen Euro. Allerdings gibt es im Baurechtsbereich des Landratsamtes auch enorme Schwankungen – etwa das Jahr 2015, als nur 5,4 Millionen Euro investiert wurden.

Profiteur des Bau-Booms sind maßgeblich die Handwerker im Landkreis Freudenstadt. "Wir können nicht klagen. Die Auftragslage ist sehr gut", sagt Siegfried Dreger, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Freudenstadt, und merkt an: "Es wird ja nicht nur viel gebaut, sondern auch viel saniert." Dass sich viele Bauherren dabei für den Handwerker vor Ort entscheiden statt für die billigere Konkurrenz aus Ostdeutschland oder dem Ausland, freut Dreger umso mehr, sei aber auch ein Vorteil für den Bauherren: "Wir haben einen Qualitätsvorsprung." Außerdem seien die Handwerker aus dem Landkreis auch nach Beendigung des Auftrags vor Ort, was sich für den Kunden gerade bei Gewährleistungsansprüchen auszahle.­

Dass der Bau-Boom nicht im gesamten Landkreis spürbar sei, wundert Dreger indes nicht – schon aufgrund der topografischen Unterschiede: "Horb hat ja viel mehr bebaubare Fläche als Alpirsbach oder Baiersbronn mit dem Tourimus", unterstreicht der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Auch der Horber Rathaus-Sprecher Christian Volk sieht Standort-Unterschiede: "Die Zahlen zeigen, dass sich die Entwicklung der gesteigerten Bautätigkeiten von der Metropolregion Stuttgart über Herrenberg und Calw ringförmig entlang der Autobahn nach fortsetzt."

Verlierer des Bau-Booms sind Grundstückskäufer, denn mit der steigenden Nachfrage steigt natürlich auch der Preis. "Der Gutachterausschuss der Stadt Horb verzeichnet in den vergangenen Jahren einen leichten Anstieg der Grundstückspreise im privaten Bereich", bestätigt Christian Volk und verdeutlicht: "Unabhängig davon reagiert die Stadt Horb bei der Erschließung neuer Baugebiete auf die weiterhin hohe Nachfrage nach Bauplätzen. Das heißt, dass die Ausweisung neuer Baugebiete nicht aufgrund gestiegener Grundstückspreise geschieht, sondern aufgrund der vorhandenen hohen Nachfrage."

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