Horb - Beim Brand eines Wohnhauses im Finkenweg auf dem Hohenberg wurde gestern Abend gegen 20.10 Uhr ein Mensch leicht verletzt; das Haus wurde zerstört. Rund 90 Helfer von Feuerwehr und DRK waren im Einsatz, der bis in die Morgenstunden dauerte.

Die Feuerwehrabteilungen Horb, Bildechingen, Eutingen, Grünmettstetten und Dettensee (letztere für die Unterstützung der Atemschutzträger) rückten zu dem Brand aus, das Deutsche Rote Kreuz war mit 14 Hilfskräften vor Ort. Insgesamt waren rund 90 Helfer im Einsatz.

Es war eine gefährliche Situation, die sich den Feuerwehrleuten vor Ort bot: Dichter Rauch quoll aus dem Wohngebäude, und der Brand drohte auf Nachbarhäuser überzugreifen. "Die Dachkonstruktion aus Kupfer ist schwer einzuschätzen. Wir wissen nicht, wie sehr die anderen Häuser vielleicht schon betroffen sind", so ein Feuerwehrmann im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Löscharbeiten gestalteten sich wegen des Flachdaches schwierig; die Feuerwehr musste den Löschangriff über die Rettungsleiter starten, damit sie nahe ans Dach kam.

Auch Atemschutzträger wurden eingesetzt, immer wieder mussten sie in das verqualmte Gebäude. Der Feuerwehr gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bekommen, wobei auch benachbarte Gebäude Schäden erlitten. Die Gesamthöhe des Schadens ist noch unklar. Ein Bewohner erlitt eine leichte Rauchverletzung; er wurde ins Nagolder Krankenhaus gebracht.

Wegen der gefährlichen Lage musste das Flachdach des Hauses eingerissen werden. Ein Bagger rückte hierfür an. Auch, nachdem der Brand unter Kontrolle war, flammten immer wieder Brandnester auf, sodass sich der Einsatz bis tief in die Nacht hinzog. Oberbürgermeister Peter Rosenberger und Bürgermeister Jan Zeitler waren ebenfalls vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Damit sich die stark beanspruchten Helfer ausruhen konnten, wurde der benachbarte Kindergarten geöffnet. Die Kriminalpolizei Freudenstadt hat die Ermittlungen zum Brand aufgenommen.

Als möglicher Brandherd wurde gestern ein Ethanol-Ofen von der Kriminalpolizei genannt.