Horb. Das "Müll-Ferkel" des Landkreises Freudenstadt müsste weitreichend bekannt sein. Es soll den Bürger darauf hinweisen, seine Umgebung, die Umwelt, sauber zu halten. Jetzt gibt es auch das "Energie-Sparschwein", das neben dem signifikanten Logo als eine Art Maskottchen für die Energieagentur in Horb fungieren soll.

Vergangenen Sommer trat die Energieagentur an Christiane Dette, die Kunstlehrerin des Martin-Gerbert-Gymnasiums in Horb, mit der Bitte heran, sie bei dem Entwurf eines "Energiemännles" (so der Arbeitstitel) zu unterstützen. Die Aufgabe, die sich den Schülern der Kursstufe stellte, war gleichermaßen einfach und höchst anspruchsvoll: Konzeption einer Figur, die ein individuelles Engagement im Bereich des Umweltschutzes symbolisiert und sogleich einen universellen Bezug zu den Themen CO2-Ein-sparung, regenerative Energieerzeugung und Energieeffizienz bietet.

Die Gymnasiasten machten sich nun, unterstützt durch Christiane Dette und Yveline Ponnau, an die Arbeit. Die Ergebnisse, die die beiden Lehrerinnen im November der Energieagentur in der Neckarstraße vorbeibrachten, waren überwältigend. Mit sehr viel Sorgfalt, zeichnerischem Geschick, unglaublichen und sehr vielfältigen Ideen hatten sich die Schüler dem Thema angenommen und knapp 20 Entwürfe erarbeitet: Der kauzige Kauz "HUGO" (Horber Umwelt ganz ohne CO2), die "Umwelteule mit dem grünen Daumen", das Energiehörnchen "HORBERT", "Mitch" (das auch als getonte Figur erarbeitete Zellkraftwerk in den Farben der Energieagentur), das Eichhörnchen mit herausnehmbarer Energiesparlampe, das "Neckartröpfle" auf CO2-Fang und viele weitere großartige Motive boten sich als "Energiemännle" an.

Die Wahl fiel der Jury (bestehend aus dem vierköpfigen Team der Energieagentur mit Unterstützung der Stadtverwaltung) anhand der Vielzahl von potenziellen Siegern des "Wettbewerbs" nicht einfach. Nach einer sehr ausführlichen individuellen und geheimen Bewertungsrunde kristallisierte sich dennoch ein Favorit heraus: Das "Energieschwein", eine Arbeit von Anna Marks aus Dettingen.

So soll also das "Energieschwein" das Motiv sein, mit dem in Zukunft monatlich besonderes Engagement von Bürgern, Industrie, Handwerk und Handel ausgezeichnet und öffentlichkeitswirksam aufbereitet werden soll. Gefallen hat der Energieagentur der (wohl typisch schwäbische) Ansatz, hier auch und vor allem die Einsparung von Energie ("Sparschwein") in den Vordergrund zu stellen. "Denn neben dem Klimaschutzgedanken darf und soll ja auch der Hintergrund, durch Energiesparmaßnahmen Geld einzusparen, nicht vergessen werden", heißt es in der Pressemitteilung der Agentur. "Zudem verbindet man mit dem drolligen Tierchen ja weniger einen erhobenen Zeigefinger, sondern vielmehr einen Ansporn für Nachahmer, die es dem ausgezeichneten ›Energiesparer des Monats‹ gleichtun wollen."

Die Energieagentur in Horb ist nach eigenem Bekunden "sehr stolz und auch froh", ein so griffiges Maskottchen gefunden zu haben und dankt es den ersten drei Plätzen mit angemessenem Preisgeld. Alle Entwürfe der Kursstufe werden in diesen Wochen im Schaufenster der Energieagentur in Horb ausgestellt.

u Zur Preisverleihung in der Schule sind am Mittwoch, 16. Januar, um 16 Uhr alle Interessierten eingeladen.