Von Jürgen Lück

Horb. Die "Zocker" verlieren (meistens) am Glücksspielautomaten, das Stadtsäckel freut sich: Statt geplanter 250 000 Euro stiegen die Einnahmen aus der Vergnügungssteuer im letzten Jahr um 75 Prozent auf 438 000 Euro. Das teilte die Stadtverwaltung in der "Information zum Haushaltsvollzug 2012" in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend mit. Die Mehreinnahmen scheinen die Auswirkungen aus dem Zuwachs an "Spielcasinos" in der Stadt zu sein.

Die Stadt zieht vorläufige Bilanz, wie viel Geld wirklich bis zum Jahresende 2012 reinkam und wie viel ausgegeben wurde: Die Verschuldung am Kreditmarkt beträgt zum Stichtag 6,92 Millionen Euro – knapp 1,4 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. 700 000 Euro Sondertilgung wirken sich hier aus. Beim Cash-Flow aus der Verwaltungstätigkeit – den frei verfügbaren Mitteln – hat die Stadt knapp 300 000 Euro mehr. Hier sind 2,9 Millionen Euro im Topf.

Bei der Gewerbesteuer gab es ein Minus von knapp 675 000 Euro gegenüber dem Planansatz. Dafür gab es mehr Geld von Land und Bund: 805 000 Euro mehr als erwartet dank der Umverteilung der Einkommenssteuer. Bei den Schlüsselzuweisungen gab es ein Plus von 566 000 Euro.

Beim Bauplatzverkauf gab es dafür einen drastischen Einbruch: Während im Vorjahr noch 54 Bauplätze verkauft wurden, waren es im abgelaufenen Jahr nur noch 27.