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Horb - Silvesterabend und Silvesternacht in Horb – da gab es einiges zu sehen. Das Gleis Süd im Horber Bahnhof hatte zur großen Silvesterparty eingeladen. Nachdem es im letzten Jahr so gut gelaufen war, wollte man dieses Event erneut anbieten. Schon frühzeitig waren alle 100 Plätze ausverkauft.
Was diese vielen Gäste wohl so vom neuen Jahr erwarten? Gesundheit, einen sicheren Arbeitsplatz, eine weitere gute Beziehung in der Ehe, so DJ Tom. Carmen und Jürgen Miller hoffen, dass sie 2012 gesund bleiben, dass es wirtschaftlich aufwärts geht. Jürgen Miller freut sich auf seinen neuen Job.
Auch Jürgen Grassinger, Ortsvorsteher in Isenburg, war Gast im Gleis Süd. Die Kommunalpolitik ist ihm natürlich sehr wichtig. Er hoffe, dass es 2012 mit Horb allgemein und mit der Hochbrücke im Speziellen weitergehe und die Innenstadt entlastet werde. Auch das Bahnhofsprojekt hat er im Blick. Persönlich freut er sich, 2012 zum ersten Mal Opa zu werden. Seine Ehefrau Andrea hat sich auch sein Hobby – das Motorradfahren – zu Eigen gemacht und sich entschlossen, selbst den Motorradführerschein zu machen. Jürgen Grassinger freut sich, mit seiner Ehefrau dieses gemeinsame Hobby zu genießen.
Vor dem Bahnhof warteten einige Taxis auf Kundschaft. Die Fahrer hatten die ganze Nacht Dienst. Für sie hat die Arbeit Vorrang vor dem Silvesterfeiern. Auf der Straße waren erste zerschlagene Flaschen zu sehen. Beim Gang durch Horb zwischen 23 und 24 Uhr schien es außergewöhnlich ruhig zu sein.
Geschlossene Gesellschaft war im Gasthaus Krone – ein Großfamilie feierte dort privat – ein Familienfest oder eine Silvesterparty.
Eine Überraschung gab es in der Gaststätte "Buß", ist doch diese Traditionswirtschaft derzeit geschlossen. Dort traf sich mit Eigentümer Karl Bertsch eine Clique mit Ehefrauen zum jährlichen privaten Silvestertreff. Entstanden ist dieser Treff vor Jahrzehnten aus der Kolpingjugend heraus. Man sei jetzt aber ruhiger geworden und auch der Durst lasse nach, so ein Kommentar. Alte Fotos, teilweise mehrere Jahrzehnte alt, wurden angeschaut. Der Clique der Jahrgänge 1947 bis 1953 gehören unter anderem an bekannte Horber wie Karl Bertsch, Norbert Geßler, Rainer Kipp, Ottmar Meyer, Joachim Lipp und Horst Walz an.
Für Ottmar Meyer, der derzeit seinen Jahresurlaub nimmt, war der "Blumensommer", gemeint ist die Gartenschau, hart. Aber auch 2012 wolle man dieses hohe (Arbeits)-Niveau im Rathaus halten. Rainer Kipp freut sich darauf im Sommer in Pension gehen zu dürfen. Er sei voll neuer Ideen. Es werde für ihn ein spannendes Jahr. Joachim Lipp denkt an sein Engagement als Nachtwächter. Es gibt fünf Führungen mit neuen Themen. Er erzählte noch über seine Erfahrungen im Krankenhaus in Freudenstadt, denn Lipp laboriert derzeit an einem Handbruch. Dabei war auch das Thema "Privatpatient und Kassenpatient" Thema. Insgesamt ging es in dieser Clique sehr humorvoll zu. Kurz vor 24 Uhr ging es zum Burggarten, um von dort zu böllern.
Pünktlich um 24 Uhr wurde es überall lebendig. Jugendliche strömten auf die Straße, suchten sich gute Plätze um das nächtliche Raketenspektakel zu beobachten oder um selbst zu böllern. Auf halber Höhe des Weges der Sommerhalde hatten sich einige Jugendliche versammelt um zu schießen. Andre hat sich vorgenommen, ganz mit dem Rauchen aufzuhören. Noch im vergangenen Jahr hat er damit angefangen und sieht sich auf einem guten Weg.
Vor dem Bistro beim Parkhaus hatten sich auch einige Jugendliche und Erwachsene versammelt und schauten dem bunten Treiben am Himmel zu und wünschten ein schönes, gemütliches und friedliches Jahr 2012.
Unter den Wünschen war auch die "große Politik" Thema. Kritisch wurde die geringe Rentenhöhe bei einem langen Arbeitsleben in den Blick genommen. Hier wünscht man sich eine Verbesserung.
Dass bei aller Freude am Schießen das Risiko von Verletzungen nicht immer im Blick war, konnte man in der Neckarstraße vor dem Polizeirevier sehen. Manche Jugendliche zündeten ihre Raketen nicht von einer standfesten Flasche aus, sondern hielten sie in der Hand.
Durch Nordstetten gab es kein Durchfahren mehr, man musste über Schleichwege fahren, denn Jugendliche hatten die Durchfahrtsstraße mit ihren Feuerwerken, die teilweise mehrere Minuten abbrannten, voll in Beschlag genommen. Das Feuerwerk war teilweise in der Straßenmitte platziert, und man kümmerte sich anscheinend nicht darum, ob Autos oder Menschen gefährdet sein könnten.