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Horb a. N. "Botschaft ist in Stuttgart wohl noch nicht angekommen"

Schwarzwälder-Bote, vom 03.02.2012 23:00 Uhr

Horb. Auf Drängen verschiedener Unternehmen aus Horb und der Umgebung bemüht sich Oberbürgermeister Peter Rosenberger bereits seit Anfang des Jahres um einen gemeinsamen Termin zwischen dem Minister für Verkehr und Infrastruktur, Winfried Hermann, und den Unternehmen.

Bei diesem Termin, so heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung, sollen die Industriebetriebe die Möglichkeit bekommen, direkt von ministerialer Seite aus zum Stand und zur Realisierung der Horber Hochbrücke informiert zu werden. "Ziel soll es sein, im starken Schulterschluss zwischen Unternehmen und Kommunalpolitik nochmals die Dringlichkeit und Bedeutung der Hochbrücke – nicht nur für die Stadt Horb – sondern in besonderem Maße auch für die Unternehmen, herauszustellen und einen raschen Bau der Hochbrücke zu fordern, da diese Botschaft wohl in Stuttgart noch nicht angekommen ist."

Rosenberger: "Durch die notwendige Anbindung der Region an die Bundesautobahn 81 würden neben der verkehrlichen Entlastung der Horber Innenstadt auch die Transportwege für Unternehmen verkürzt. Dies spart Zeit, Energie sowie Ressourcen und trägt zudem noch zu einer Reduzierung des Ausstoßes von klimaschädlichem CO² bei." Aus seiner Sicht sollte dies besonders auch einer grün-roten Landesregierung wichtig sein. Obwohl bislang zwei Schreiben (am 3. Januar und 31. Januar) bezüglich dieses Termins an den baden-württembergischen Minister für Verkehr und Infrastruktur gingen und sogar telefonisch (in Kalenderwoche 3) bei seinem Büro nachgefragt wurde, heißt es in der Pressemitteilung, wurde bislang von Seiten des Ministeriums noch kein gemeinsamer Termin in Aussicht gestellt.

"Sobald Herr Minister Hermann zu einem Termin bereit ist, möchte ich unsere Abgeordneten, den Landrat, die Bürgermeister der umliegenden Kommunen und die Firmen der Raumschaft über diesen Termin informieren", so der Oberbürgermeister. Bis dahin appelliert Rosenberger, dass alle Kontakte genutzt werden sollen, um mit Nachdruck wieder und wieder auf das "lebensnotwendige Projekt Hochbrücke" für Bürger und Wirtschaft hinzuweisen.

Das dürfte auch ein Signal für die Kommunalpolitiker sein, bei der Brückenplanung weiter Druck zu machen. Rosenberger hatte gestern bereits einen Termin in Reutlingen an der Verkehrskonferenz 2020, an der auch Bundesverkehrsminster Peter Ramsauer teilnahm.

Mit dabei war auch CDU-Stadtrat Michael Laschinger. Er setzt sich dafür ein, dass geprüft wird, ob die Horber Brücke mit Geld aus dem 50-Milliarden-Euro-Programm "Connecting Europe" der Europäischen Union zu finanzieren wäre. Im Rahmen von "Connecting Europe" sollen 31,7 Milliarden Euro in die Modernisierung der europäischen Verkehrsinfrastruktur, die Schaffung fehlender Verkehrsverbindungen und die Beseitigung von Engpässen investiert werden. "Verbindungen zwischen den verschiedenen Teilen der EU, insbesondere zwischen dem Westen und dem Osten, sollen verbessert und der Waren- und Personenverkehr zwischen den Ländern erleichtert werden", heißt es in einer Pressemitteilung der Europäischen Kommission. Der Engpass Horb gilt als Teil einer Ost-West-Verbindung Richtung Frankreich.

Horb

Kommentare (2)
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FEB
06
08:26 Uhr, geschrieben von Realist
Ist doch ganz einfach ...
Wir müssen nur 80 Unternehmen oder Firmen finden, welche durch Verkürzung der Transportwege pro Jahr 50.000 EUR einsparen und bereit sind diese Einsparung vorzufinanzieren und 10 Jahre der Allgemeinheit zu spenden. Viel Spass bei der Suche ...
FEB
04
19:11 Uhr, geschrieben von C. Wenzel
.....der Müller als Verkehrsexperte mit dem Füllhorn!
Die neue Regierung habe sich eine schwere Hypothek aufgeladen, weil sie vor dem Beginn neuer Projekte erst die Vorhaben im Bau fertigstellen wolle, sagte Ramsauer in Reutlingen. Vor wenigen Wochen klang Ramsauer noch ganz anders. Es müsse ein Umdenken stattfinden in der Verkehrspolitik, da nicht alle gewünschten Projekte realisiert werden könnten. Man habe große Investitionsengpässe, 10 Mrd. fehlen im Haushalt für die Verkehrsinfrastruktur. Deshalb komme Fertigstellung vor Neubau. Seine Zuhörer, meist CDU-Mitglieder, glauben dieses Gewäsch und lassen sich einlullen. Seine Rede krönte er mit der Feststellung, Baden-Württemberg habe in der Vergangenheit überdurchschnittlich profitiert von Sonderprogrammen des Bundes im Bereich Infrastruktur, weil die CDU-geführte Landesregierung in den letzten 15 Jahren 1,5 Mrd. €, also 1.000 x1.500.00,00 € an Trassengebühren an die Bahn bezahlt hat. Dafür lässt die Bahn Gleisanlagen und Bahnhöfe verkommen. Das hat er natürlich nicht gesagt. Er gab aber noch einen kleinen Hinweis auf seine kulturelle Verfassung: Im Koaltionsvertrag sei viel von Musikunterricht die Rede, nicht aber von neuen Straßen. So sind sie halt, die CDUler. Nur wenn`s sich rechnet, taugt`s was.
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