Horb a. N. Besuch aus dem Kongo

Schwarzwälder-Bote, 02.07.2012 20:49 Uhr

Von Marianne Hötzel Horb-Talheim. Voller Spannung erwarteten die Schüler und die Außenklasse der Steinachtalschule in der Aula Pfarrer Jean Lukombo aus dem Kongo.

Der Gast wurde von der Trommelgruppe und einem afrikanischen Lied begrüßt. Auch Konrektor Karl-Heinz Kramer, der mit Jean Lukombo schon einige Jahre freundschaftlich verbunden ist, hieß den Gast willkommen und berichtete, dass die Partnerschaft, die Jean Lukombo ins Leben gerufen hatte, bereits seit über zehn Jahren besteht. Container mit Hilfsgütern aller Art, auch von anderen Gemeinden unterstützt, gehen immer wieder in den Kongo. Der Kontakt dorthin wird über den Geistlichen gehalten, da es nicht möglich ist, übers Internet miteinander zu korrespondieren. Jean Lukombo ist derzeit Pfarrvikar in Oberndorf a.N. und promoviert zugleich an der Universität in Tübingen. Den Kindern dankte er für die Trommelbegrüßung; so fühle er sich wie zu Hause. Die lauschende Zuhörerschar staunte nicht schlecht, als Jean Lukombo von den schulischen Bedingungen, die im Kongo herrschen, berichtete: Dort wollen die Kinder zur Schule gehen, können aber oft das Schulgeld nicht aufbringen. Außerdem müssen die Kinder im Grundschulalter einen Weg zu Fuß von sieben Kilometern einfach zurücklegen, bei Wind und Wetter und manchmal auch mit der Bekanntschaft wilder Tiere. "Die Schlangen waren sehr freundlich zu uns", meinte er mit einem Lachen. Als Schule konnte ein einfaches Gebäude mit zwei Zimmern gebaut werden.

Lukombo hofft, dass die Partnerschaft nicht aufhört, und er möchte eine Brücke sein zwischen Kibula und Talheim. Und wenn er im Dezember für ein paar Wochen heimfliegt, wird er die Grüße der deutschen Schüler und auch monetäre Unterstützung in die Heimat mitnehmen.

 
 
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