Horb a. N. Beim Kistenstapeln ist Vertrauen der entscheidende Faktor
Schwarzwälder-Bote, 19.08.2012 19:01 Uhr
Christian Wehle schaffte es letztendlich, zwölf Kisten aufeinander zu stapeln. Foto: KarjothFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Gerd Karjoth Horb-Grünmettstetten. Viel Mut bewiesen die Vorstände der KLJB Grünmettstetten und Bittelbronn, Julia Singer, Silvia Kreidler und Julius Kocheise. Aber nicht nur das. Sie bewiesen Solidarität und Gemeinsamkeit.
Vor drei Jahren riefen sie das Stoppelackerfest aus einer Laune heraus ins Leben. Doch in den ersten zwei Jahren war es wettermäßig eine einzige Pleite. Kälte und Regen pur hinterließen nicht nur bei den Veranstaltern Eindruck, sondern auch bei den Besuchern, die trotzdem zur Zufriedenheit in Scharen kamen. So war es auch in diesem Jahr.
Doch dieses Mal zeigte sich der Wettergott von seiner anderen Seite: Sonnenschein am Samstagabend mit Temperaturen über 20 Grad bis in die Nacht hinein. Die Schwedenfeuer – in den vergangenen Jahren ein willkommener Wärmespender – wurden gemieden wie der Teufel das Weihwasser.
Wenn auch der Besucherstrom anfangs etwas zäh verlief, so war es später wie in den beiden letzten Jahren. Die Mettstetter und Bittelbronner ließen ihre Landjugend nicht im Stich.
20 bis 30 Kinder vergnügten sich bei der angebotenen Kinderolympiade: Sackhüpfen, Ringewerfen, Gummistiefellauf, Scheiben schießen mit der Wasserpistole und für gut Befußte ein Stoppelackerlauf wurden angeboten. Letzteres war nicht unbedingt der Renner, denn die Stoppeln war etwas hoch.
Höhepunkte für die etwas Größeren war das Kistenstapeln. Mithilfe eines Krans und einer Sicherungsperson war das Ganze eine Herausforderung an Ruhe, Gelassenheit, Gleichgewichtsgefühl, Furchtlosigkeit und Vertrauen an Gerät und Sicherungsperson. Christian Wehle schaffte es, zwölf Kisten zu stapeln. Bei der 13. Kiste war Schluss. Der Stapel kippte und Christian Wehle schwebte sicher zu Boden. Zu späterer Stunde wurden gar 19 Kisten gestapelt – Rekord.
Für Unterhaltung der 250 bis 300 Besucher sorgte DJ Fuchs alias Martin Wehle, sonst Komödiant beim Mettstetter Theäterle "Lendekreuzpenner" an der Fasnet. Mit seinem Witz schaffte er es, für gute Laune und Spaß mit Musik für alle Generationen bis nach Mitternacht zu sorgen.
Ein Lob gebührt den Veranstaltern. Zwei Stromaggregate und die vielen Feuer sorgten für Licht und Lagerfeuerromantik. Hartwig Jung stellte seine Felder nun schon zum dritten Mal zur Verfügung.


