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Hofstetten Patrozinium gefeiert

Schwarzwälder-Bote, vom 09.01.2012 21:00 Uhr
Der Hofstetter Kirchenchor unter der Leitung von Hermann Schill (rechts) begleitete den Festgottesdienst. 
Foto: Störr Foto: Schwarzwälder-Bote
Der Hofstetter Kirchenchor unter der Leitung von Hermann Schill (rechts) begleitete den Festgottesdienst. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder-Bote

Hofstetten (stö). Die Hofstetter Kirche ist dem Heiligen Erhard geweiht. Am Sonntag feierten die Gläubigen das Patrozinium in einem Gottesdienst; der Kirchenchor sang die Kleine Orgelsolomesse von Joseph Haydn unter der Leitung von Hermann Schill. Vom Rathaus aus zogen die Ministranten mit Pfarrer Klaus Klinger, der Musikkapelle, einer Abordnung der Feuerwehr und Bürgermeister Henry Heller zur Kirche.

Im Gottesdienst erzählte Klaus Klinger aus dem Leben des Heiligen Erhard, der vor dem Jahr 700 vermutlich in Narbonne (Südfrankreich) geboren wurde. "Als Wandermönch war er im Elsass unterwegs und gründete zahlreiche Klöster. Aus jener Zeit ist die Legende überliefert, wonach er der blinden Herzogstochter Odilia während ihrer Taufe das Augenlicht wiedergab", so Klinger. "Um 680 kam Erhard als Missionsbischof an den Hof der bayrischen Agilofingerherzöge nach Regensburg." Dort wirkte er noch vor der Gründung des Bistums Regensburg durch den Heiligen Bonifatius am Hofe von Herzog Theodos II. als Vorbereiter des christlichen Glaubens in Bayern. Das genaue Sterbedatum sei unbekannt, am 8. Oktober 1052 wurde Erhard von Papst Leo IX. heilig gesprochen.

Nach dem Gottesdienst verkauften die Fünft- und Sechstklässler der Hofstetter Schule Laternchen für die gute Sache. Zusammen mit Lehrerin Carola Schmidt entstanden die Lichterkarten vor Weihnachten, als sich die Schüler mit verschiedenen Heiligen auseinandergesetzt hatten. Der Erlös kommt dem Kinderzentrum in Nadjeshda (Kirgistan) zugute, das die Hofstetter durch Erzählungen von Religionslehrerin Christine Kaiser kennengelernt hatten. In dem Zentrum werden Kinder und Jugendliche mit Behinderungen betreut, weil sie in der Gesellschaft nicht integriert werden. Tief beeindruckt von den Schilderungen der Lehrerin stand der Entschluss schnell fest: "Da wollen wir helfen". Und so waren auch die Laternchen in kürzester Zeit vergriffen.

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