
Hofstetten - Florian Bögner ist deutschlandweit der beste Ofenbauergeselle. Unter 273 ausgebildeten Handwerkern der unterschiedlichsten Berufe hat sich der 24-jährige Hofstetter an die Spitze bei den Ofen- und Luftheizungsbauern gesetzt.Als Nächstes strebt Florian Bögner den Besuch der Meisterschule an, denn mit dem kaufmännischen Teil und der Ausbildungseignerprüfung hat er bereits zwei Schritte in Richtung Meisterbrief absolviert. Die Liebe zu dem Beruf hat Florian Bögner sehr früh entdeckt. Noch bevor er eingeschult wurde, setzte er bereits seine erste Ofenkachel. Dass Vater Alois ebenfalls Ofenbauermeister ist und einen eigenen Betrieb hat, habe nach Abitur und Zivildienst die Entscheidung zur Ausbildung begünstigt, erzählt der Neu-Geselle. "Aber erst im Laufe der Ausbildung habe ich gesehen, wie unglaublich vielfältig der Beruf ist", schwärmt Florian Bögner.
Seine Lehre absolvierte er in Ostrach (Kreis Sigmaringen) bei Widmer Ofenbau und nutzte Urlaube und freie Tage zur Weiterbildung im elterlichen Betrieb in Hofstetten. Was ihm besonders an dem Beruf gefalle, sei das Kreative, die unterschiedlichen handwerklichen Fähigkeiten und der Umgang mit den Menschen. Und so schloss er seine Ausbildung nach zweieinhalb Jahren mit einem Notendurchschnitt von 1,6 ab. Damit war er der beste Prüfling seiner Schule und gleichzeitig Kammersieger in Reutlingen.
Anschließend wurde er zu einer Arbeitsprobe eingeladen, die mit 1,1 bewertet wurde. Als Landessieger von Baden-Württemberg beteiligte sich Florian Bögner dann am Leistungswettbewerb des Handwerks auf Bundesebene. Dort wurde er mit etwa 150 Ofenbauergesellen aus Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, Sachsen und Berlin verglichen – und schnitt wieder als Bester ab.
Zur Preisverleihung ging es Anfang Dezember nach Sigmaringendorf, wo der erfolgreiche Weg noch einmal aufgezeigt wurde. Vater Alois Bögner ist mächtig stolz auf seinen Sohn und freut sich auf die Verstärkung des eigenen Betriebs. "Bis ein Platz an der Meisterschule frei wird, arbeite ich in meinem Ausbildungsbetrieb weiter. Als Meister kehre ich dann heim in den elterlichen Betrieb, den ich irgendwann übernehmen und auf jeden Fall weiterführen möchte", blickt Florian Bögner in die Zukunft.