
Von Christine Störr Hofstetten. Der neue Haushalt für die Gemeinde Hofstetten ist beraten und beschlossen. Gegenüber dem Haushaltsentwurf aus der Dezembersitzung ergaben sich nur unwesentliche Änderungen, die Gemeindekämmerer Markus Neumaier kurz erläuterte.Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 3,36 Millionen Euro und eine planmäßige Zuführung zum Vermögenshaushalt von 450 130 Euro. Der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von 1,48 Millionen Euro: Um den Haushalt auszugleichen, ist eine Kreditaufnahme von 123 318 Euro nötig. "In der mittelfristigen Finanzplanung bis 2015 wurden die Orientierungsdaten des Innenministeriums berücksichtigt. Danach werden die Steuereinnahmen der Gemeinden ansteigen. Ein großes Fragezeichen steht allerdings hinter den Prognosen der Gewerbesteuer", so Neumaier.
Im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Wasserversorgung sind im Erfolgsplan 2012 die Einnahmen und Ausgaben auf je 131 570 Euro geplant, ein Jahresgewinn von 15 950 Euro und der Vermögensplan mit einem Volumen von 51 950 Euro. Der Eigenbetrieb wird ohne Kreditaufnahme auskommen, und auch in der mittelfristigen Finanzplanung sind keine größeren Investitionen geplant. Der Hochbehälter wurde im vergangenen Jahr umfangreich saniert.
Bürgermeister Henry Heller (CDU) betonte in der Sitzung am Mittwochabend: "Wir haben in den letzten Jahren riesige Summen in die Bausubstanz der öffentlichen Gebäude investiert. Jetzt folgen noch einmal große Investitionen in den Hochwasserschutz, die den Haushalt 2012 und 2013 bestimmen werden." Danach würden erst einmal keine derart großen Summen für die kleine Gemeinde mehr notwendig sein. Er bedankte sich beim Gemeinderat ausdrücklich für die Unterstützung der notwendigen Entscheidungen. Dass die Pro-Kopf-Verschuldung in der Gemeinde von derzeit 854 Euro bis Ende 2012 auf 906 Euro steigen wird, sieht der Schultes als "statistisches Tief", aus dem die Gemeinde bei moderat steigenden Steuereinnahmen sehr bald heraus komme. Zur Finanzierung des Rückhaltebeckens wird ein Antrag auf Gelder aus dem Ausgleichsstock beim Regierungspräsidium gestellt. Die Gemeinde erhofft sich einen positiven Bescheid, andernfalls werde der Betrag über den Zweckverband "Hochwasserschutz" finanziert.