Hofstetten (stö). Der Holzpreis im Leitsortiment ist nach wie vor auf einem guten Niveau. Im Gegensatz zum Vorjahr ist er zwar um einen Euro gesunken, liegt aber immer noch sechs Euro über dem Preis von 2010. Während der Hauptversammlung der Hofstetter Forstbetriebsgemeinschaft blickte Revierleiter Klaus Dieterle auf das bisherige Forstjahr. "Bis Mitte September wurden 7550 Festmeter eingeschlagen", informierte er die Waldbesitzer, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es lediglich 6700 Festmeter gewesen. 1000 Festmeter davon waren Weglinienholz, etwa 500 Festmeter Industrieholz wurden ab März im Nasslager Ohlsbach zwischengelagert.

"Der Sommer war in diesem Jahr sehr waldfreundlich", zeigte sich der Revierleiter zufrieden. Es habe kaum Käferholz gegeben und auch die Gewitterstürme hätten kaum Schaden verursacht. "Der Mengenabsatz ist in allen Sortimenten gut", beleuchtete Dieterle den Markt. "Mittelstarkes Fichten/Tannen Stammholz, Douglasie und Papierholz werden besonders nachgefragt."

Lediglich der Laubholzmarkt, im Speziellen die Buche, gestalte sich schwierig. Erfreulich für die Waldbesitzer wäre allerdings die Kostenreduktion bei der Vermarktung von Massensortimenten, weil die neue Gebührenverordnung für den Privatwald anstatt der bisherigen 0,97 Euro je Festmeter nur noch 0,82 Euro ansetzt.

In Sachen laufendem BZ-Verfahren informierte Dieterle über die 2012 fertig gestellten Wege im Salmensbach (Bußweg und Stulzenbühlweg auf der linken Talseite) mit Verbindung auf den "Berg" (Finnenwaldweg) und im hinteren Salmensbach (Am Steuer). Außerdem wurde der Brunnendobelweg auf der Breitebene fertig gebaut. Im Rohbau befinden sich Wege am oberen Kapf, der Roserhansenhofweg, der Fohrenbühlweg, "Im Loch" und am "Weißen Brunnen".

Die Hofstetter Waldbesitzer machten mit Blick auf die neuen Wege 2013 ihrem Ärger über die unterschiedlichen Qualitäten einzelner Wege Luft. Forstamtsleiterin Dr. Silke Lanninger wies die Waldbesitzer auf die PEFC-Standards hin, nach denen in Hofstetten bereits seit zehn Jahren der Wald bewirtschaftet wird. "Kontrollen können jeden treffen", mahnte Lanninger und besprach die wichtigsten Einzelheiten zur Arbeitssicherheit, dem Wildverbiss, und dem großflächigen Befahren der Wälder.