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Höfen Zweite tragende Säule bei Betreuung

Schwarzwälder-Bote, vom 17.01.2012 20:00 Uhr
Bürgermeister Holger Buchelt überraschte die beiden Tagesmütter Martina König (links) und Jennifer Wolfert mit einem Blumengebinde. 
 
Foto:          Ziegelbauer Foto: Schwarzwälder-Bote
Bürgermeister Holger Buchelt überraschte die beiden Tagesmütter Martina König (links) und Jennifer Wolfert mit einem Blumengebinde. Foto: Ziegelbauer Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Heinz Ziegelbauer

Höfen. "Die Tagesmütter sind neben dem Kindergarten die zweite tragende Säule der Kinderbetreuung in der Gemeinde Höfen an der Enz und im Landkreis Calw", stellte Bürgermeister Holger Buchelt in der Sitzungsvorlage zur Kinderbetreuung in Höfen und insbesondere zum Einsatz von Tagesmüttern fest.

Wie das konkrete Angebot in Höfen aussieht, erläuterten er und die Tagesmütter Martina König sowie Jennifer Wolfert am Montagabend in der Gemeinderatssitzung. Außer den beiden fungiert noch Jutta Proß als Tagesmutter, die aber nicht dabei sein konnte.

Martina König sah die Notwendigkeit des Dienstes von Tagesmüttern als Ergänzung zur Kindergartenbetreuung vor dem Hintergrund geänderter Familienstrukturen und der Schichtarbeit junger Mütter und zwar insbesondere auch außerhalb der Kindergartenbetriebszeiten. Sie schilderte die umfassende Vorbereitung und Ausbildung für diesen Dienst mit einem Schulungsprogramm von derzeit 160 Stunden, das die Voraussetzung für die Erteilung der Pflegeerlaubnis seitens des Landratsamtes ist und auf das auch der Tageselternverein großen Wert legt. Dazu kommen regelmäßige Fortbildungen und Kontrollen des Landratsamts.

Die Gemeinde Höfen ist eine der wenigen Gemeinden in der Region, welche die Arbeit ihrer Tagesmütter mit einem kommunalen Zuschuss fördert. Und zwar mit 300 Euro monatlich bei der Betreuung eines Kleinkindes im Alter bis zu drei Jahren und mit 150 Euro monatlich bei der Betreuung eines Kindes im Alter zwischen drei und zehn Jahren. Mit dieser Unterstützung deckt die Gemeinde Bürgermeister Buchelt zufolge die Kosten der Ausbildung und der Haftpflichtversicherung, die Beiträge zur Berufsgenossenschaft, die Raum- und Ausstattungskosten sowie die Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung der Tagesmütter weitgehend ab. Womit die von den Eltern zu zahlende Betreuungsvergütung den Tagesmüttern ungekürzt verbleibt und die Übernahme eines solchen Dienstes attraktiver macht.

Die Frage von Gemeinderat Thomas Gäckle nach Vertretungen in Krankheitsfällen beantwortete Martina König damit, dass solche über ein Netzwerk organisiert werden. Im Übrigen werde auch eine "Springerregelung" für Vertretungsfälle angestrebt. Vorstellbar seien für solche Fälle auch Kooperationen mit Kindergärten.

Holger Buchelt wie auch Martina König sehen in der Arbeit der Tagesmütter keine Konkurrenz zum Kindergarten und können sich sogar eine Kooperation vorstellen.

Die Vorteile des Dienstes der Tagesmütter sieht der Höfener Gemeinderat insbesondere in einem persönlichen, flexiblen und bedarfsgerechten Betreuungsangebot, in der örtlichen Betreuung von Kindern in Kleinstgruppen und in der Kostenersparnis für die Kommune wegen des dadurch geringeren Bedarfs an Betreuungsplätzen im Kindergarten.

Immerhin belaufen sich die Kosten eines Krippenplatzes auf etwa 830 Euro und diejenigen eines Kindergartenplatzes auf etwa 450 Euro monatlich. Insoweit begrüßte der Rat das Engagement der Tagesmütter und setzt die Zusammenarbeit mit ihnen und ihre Förderung fort.

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