Höfen Weitere Kleinkindgruppe beschlossen

Schwarzwälder-Bote, 22.05.2012 19:01 Uhr

Von Wolfgang Krokauer

Höfen. Für alle Kinder zwischen ein und drei Jahren besteht ab 1. September 2013 ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Die Gemeinde Höfen richtet deshalb eine weitere Kleinkindgruppe mit zehn Plätzen ein.

Einen entsprechenden Beschluss hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig gefasst. Derzeit gibt es im Kindergarten "Unterm Regenbogen" für diese Altersgruppe zehn Plätze, die von 14 Kindern belegt sind sowie vier Tagesmütter, welche die notwendige Qualifizierung hätten. Zum 1. April waren in Höfen 44 Kinder unter drei Jahren gemeldet. 14 Plätze bedeuten eine Betreuungsplatzquote von 31,8 Prozent.

Um den zukünftigen Bedarf zu decken, entschloss sich der Gemeinderat für die weitere Kleinkindgruppe. Damit steigt die Betreuungsplatzquote auf knapp 55 Prozent.

Es sind deshalb zwei zusätzliche Kräfte einzustellen, was im Jahr 100 000 Euro kostet. Für Spielmaterial werden 1000 Euro sowie für Heizung und Reinigung noch einmal 5000 Euro benötigt. Von den 106 000 Euro an jährlichen Kosten für die weitere Gruppe trägt das Land 68 Prozent und damit 72 000 Euro. Eltern, Trägerverein und Gemeinde müssen die restlichen 34 000 Euro aufbringen.

Um die neue Gruppe einzurichten, beschloss der Gemeinderat bei einer Enthaltung von Thomas Gäckle einen Anbau an den bestehenden Kindergarten. Das Gremium beauftragte die Verwaltung, den entsprechenden Zuschussantrag zu stellen und einen Bauantrag vorzubereiten, der im Juli eingebracht wird, wie Bürgermeister Holger Buchelt auf Anfrage informierte. Erforderlich sind ein Gruppenraum, unterteilt in einen Aufenthalts- und Schlafraum, sanitäre Anlagen mit zwei Kindertoiletten und einem Wickelbereich, ein Flur mit Garderoben für 15 Kinder, Lagerräume, ein Behinderten-WC, ein Abstellplatz für Kinderwagen sowie ein Außenbereich.

Architekt Fritz Heintel stellte dazu verschiedene Varianten vor. Letztendlich entschied sich das Gremium für eine Lösung, die knapp 400 000 Euro kostet und mit der auch die Erzieherinnen leben können, wie Sonja Großmann-Bott in der Sitzung bestätigte. Sie hatte die entsprechende Variante zunächst abgelehnt, konnte sich dann aber damit anfreunden, da ein Ausgang weggefallen soll und die Beaufsichtigung der Kinder einfacher wird.

"Ich tue mich mit der Gesamtsumme schwer", sagte jedoch Gemeinderat Thomas Gäckle. "Es gibt keine vernünftige Alternative", entgegnete der Bürgermeister und fügte hinzu, dass es sich um eine Pflichtaufgabe handele. Dies gab auch Gemeinderätin Vera Kramer zu bedenken.

Für die zehn Plätze bekommt die Kommune vom Land einen Zuschuss in Höhe von 120 000 Euro zu den Baukosten, das heißt für jeden Platz 12 000 Euro, wie in der Sitzungsvorlage steht.

 
 
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