Höfen (rz). Seit dem vergangenen Montag hat die BürgerEnergiegenossenschaft Schömberg eG mit dem Höfener Kindergarten ein weiteres Projekt mit erneuerbarer Energie im Visier.

Bei seiner jüngsten Sitzung signalisierte der Höfener Gemeinderat sein Einverständnis zur Montage einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Kindergartengebäudes, für die schon in Kürze der Baugenehmigungsantrag gestellt werden soll. Bei der Sitzung erläuterten Steffen Linder als Vorstandsmitglied der am 14. Mai gegründeten BürgerEnergiegenossenschaft Schömberg mit ihren mehr als 100 Mitgliedern, der auch der Höfener Bürgermeister Holger Buchelt als Aufsichtsratsmitglied angehört, und Rüdiger Pfrommer (Würzbach) das Projekt auf dem Dach des Höfener Kindergartens.

Danach eignet sich dieses mit seiner Dachneigung gegen Süden für die Installation einer Fotovoltaikanlage mit einer entsprechenden Rendite aus der Solarstromgewinnung. Vorgesehen sind insgesamt 80 Module.

Bürgermeister Buchelt machte deutlich, dass die Gründung einer eigenen BürgerEnergiegenossenschaft für die Gemeinde Höfen wohl nicht möglich sein werde. Vielmehr könnte die Gemeinde ebenso wie interessierte Bürger Mitglieder derjenigen von Schömberg werden. Für diesen Fall wäre Steffen Linder zu einer entsprechenden Informationsveranstaltung in Höfen bereit.

Bei der Anlage auf dem Dach des Kindergartens geht man davon aus, dass von der Gemeinde zehn Prozent des dabei gewonnenen Stroms als Eigenstrom abgenommen werden. Erzeugt werden soll eine Stromleistung von etwa 20 Kilowatt-Peak mit einem Ertrag von etwa 3000 Euro jährlich. Die Investitionskosten belaufen sich für die BürgerEnergiegenossenschaft auf etwa 34 000 Euro netto.

Bei einer seiner nächsten Sitzungen wird sich der Gemeinderat mit dem entsprechenden Baugesuch und mit einem eventuellen Beitritt der Gemeinde Höfen zur BürgerEnergiegenossenschaft Schömberg befassen.