Höfen (rz). Trotz erhöhter Bewirtschaftungskosten mit der in diesem Jahr eigentlich nicht vorgesehen gewesenen Waldkalkung mit Magnesium-Carbonat im Distrikt II schreibt der Höfener Gemeindewald mit einem voraussichtlichen Überschuss von etwa 19 400 Euro schwarze Zahlen. Geplant waren 21 700 Euro. Und auch für das Jahr 2013 ist bei einem Holzeinschlag von 2000 Festmetern mit einem Überschuss von etwa 20 500 Euro zu rechnen.

Mit diesen positiven Prognosen wartete Forstdirektor Michael Conrad als Leiter des Kreisforstbezirks Calmbach in Begleitung von Revierleiter Jörg Krax bei der jüngsten Gemeinderatssitzung im Höfener Rathaus auf.

Der Grund für die positiven Betriebsergebnisse liegen Michael Conrad zufolge in den anhaltend guten Preisen beim Holzverkauf. So entfallen von den diesjährigen Gesamteinnahmen im Gemeindewald von 212 682 Euro allein 144 000 Euro auf Holzverkäufe. Die Gesamtausgaben von rund 193 000 Euro teilen sich schwerpunktmäßig in Personalkosten mit rund 59 000 Euro und in Sachkosten mit etwa 134 000 Euro auf, wovon wiederum 54 000 Euro auf die Holzernte entfallen.

Bei den Ausgaben für die Wegunterhaltung schlugen die Aufräumarbeiten nach dem frühen Schneefall im Oktober negativ zu Buche. Dabei wurden die noch belaubten Baumarten an den Wegrändern vom nassen Schnee in die Wege gedrückt und mussten aufwändig in Handarbeit beseitigt werden. Die in den Sachkosten enthaltenen Ausgaben in Höhe von 34 400 Euro für die Waldkalkung werden mit 90 Prozent der Nettokosten vom Land Baden-Württemberg bezuschusst, wodurch Kosten von etwa 11 600 Euro von der Gemeinde zu tragen sind.

Wert legte Forstdirektor Conrad auf die Feststellung, dass die Kosten für Heizöl und Gas unter Berücksichtigung des Brennwertes höher und deutlicher angestiegen sind als diejenigen für Brennholz. Für das Wirtschaftsjahr 2013 rechnet der Forstexperte mit keinem aktuellen Einbruch der Holzpreise. Trotzdem werde man versuchen, wieder etwa zwei Drittel des vorgesehenen Holzeinschlages in den beiden ersten Quartalen zu realisieren.

Wegen des witterungsmäßig normal verlaufenen Jahres 2012 seien für das Jahr 2013 keine Störungen durch einen erhöhten Borkenkäferbefall zu befürchten, erklärte Michael Conrad. Der Gemeinderat zeigte sich mit seinem Bericht einverstanden.