Höfen (rz). Einwohner von Höfen mit einem schlechten Internetempfang dürfen hoffen. Der Gemeinderat hat beschlossen, die notwendigen Schritte für einen schnelleren Datentransfer mittels eines Glasfasernetzes einzuleiten und dafür etwa 184 000 Euro zu investieren, wozu es einen Landeszuschuss zwischen 25 und 50 Prozent gibt.

Um dieses Ziel zu erreichen, wäre die Verlegung eines Glasfaserkabels von Calmbach nach Höfen in der Regie und im Eigentum der Gemeinde mit geschätzten Kosten von 72 000 Euro auf einer schon bestehenden Kabeltrasse notwendig. Dazu käme noch eine Ausgleichszahlung an die betreibende Firma für die neue Technik und für neue Verteilerkästen mit 112 000 Euro netto.

Zwingende Voraussetzung für die Landesförderung ist eine Marktanalyse über den bei Privat- und Firmenkunden bestehenden Bedarf. "Ein schnelles Internet gehört heute zur Daseinsvorsorge" und "Wir haben keine andere Wahl, als es selbst zu machen", betonte Bürgermeister Holger Buchelt und verwies auf schon bisher unternommene Versuche, dieses Problem zu lösen. Seinen Ausführungen zufolge sind die Zuschussrichtlinien des Landes im Juni 2012 dahingehend geändert worden, dass für die Realisierung einer schnellen Breitbandversorgung bis zu 150 000 Euro an private Anbieter gezahlt werden dürfen, und zwar unter der Voraussetzung eines sogenannten geregelten Verfahrens. Das bedeutet, dass zunächst eine Bedarfsanalyse und danach eine Ausschreibung unter den Anbietern von Kommunikationslösungen zu erfolgen hat.

Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag der Verwaltung und beschloss einstimmig, die Marktanalyse und die Ausschreibung auszuführen und zu versuchen, einen schnellen Zugang zum Internet zu schaffen, bei Bedarf eigene Leitungen zu legen und die finanzielle Förderung seitens des Landes Baden-Württemberg zu beantragen.