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Hirrlingen - Mit der Narrenschelle läutete Helmut Saile, Zunftmeister der Hirrlinger Butzenzunft, den Jubiläumsumzug ein. 30 Narrenzünfte – darunter auch die Patenzunft der Kiebinger Butzen – kamen, um zum 50-jährigen Bestehen zu gratulieren.
Ein buntes Bild bot sich den tausenden Narren, die die Umzugsstrecke säumten. So führte die Butzenzunft mit den Butzen, den Hexen, Gardemädchen und den Zigeunern sowie den Schlosshexen, deren Ursprung in der Butzenzunft liegt.
Gründungsmitglied Robert Hurm ließ es sich nicht nehmen, den Umzug anzuführen, der 87-Jährige ist immer noch in der Zunft aktiv. Auch die Rottenburger Narrenzunft war gekommen, komplett mit Gräfin Mechthild, dem Hofnarr Halberdrein, den Ahlanden, Hexen und Bogges und den Pompele. Die Ahlande trieben es mit ihren Saublodern wild. Wer nicht aufpasste, bekam eines übergezogen.
Aus Hechingen war die Narrenzunft »Narhalla« gekommen, mit dem Pestmännle und den Schalksnarren, die sich junge Mädchen einfingen, um ihnen den Po zu versohlen. Die Urzelnzunft aus Sachsenheim knallte mit ihren Peitschen. Die Mitglieder des Tiengener Narrengerichtes kamen im Henkerskostüm und verfrachteten Mädchen aus dem Publikum in ihrem Wagen. Auch die Bierlinger Moofanger trieben ihren Schalk mit den Zuschauern – dazu wurden die »Mondkälber«, Mädchen aus dem Publikum, auf eine Leiter gehoben. Auch die Empfinger Stroh- und Reisbären machten beim Umzug mit, sie zerzausten die Harre langhaariger Zuschauerinnen. Vom anderen Ende des Eichenberges war die Narrenzunft Dettingen angereist.
Bereits am Tag zuvor gab es einen Kindershowtanznachmittag in der Eichenberghalle mit 13 Showtanzgruppen.
Helmut Saile kündigte beim Umzug an, dass er aufhören will und er 2013 nach zwölf Jahren Amtszeit nicht wieder kandidieren wird.