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Hilfe und Pflege im Alter Der Patientenwille hat die oberste Priorität

Künstliche Ernährung als letztes Mittel

Ob eine Magensonde gelegt wird oder nicht, entscheidet der Patient. Wenn er sich dazu selbst nicht äußern kann, zählt sein mutmaßlicher Wille. Angehörige müssen dann abwägen, welchen Nutzen die künstliche Ernährung hat.

Dazu wird ihm eine Ernährungssonde durch die Haut der Bauchdecke in den Magen gelegt. Ob der operative Eingriff sinnvoll ist oder ob lediglich die natürliche Nahrungsaufnahme unterstützt werden muss, sollte individuell abgewogen werden.

Im Gespräch mit einem Arzt und gegebenenfalls mit den Pflegenden im Altenheim sollten Angehörige ergründen, woran es liegen könnte, dass der Patient wenig bis gar nichts isst. Darauf weist Sabine Bartholomeyczik hin, emeritierte Professorin für Pflegewissenschaft an der Universität Witten/Herdecke. So sollten sie zum Beispiel überlegen, ob dem Patienten das Gemeinschaftsessen nicht schmeckt, er etwas nicht verträgt oder etwas aus kulturellen oder religiösen Gründen nicht isst. Außerdem können störende Tischnachbarn Ursache für die Nahrungsverweigerung sein.

Vor dem Eingriff mit einer Perkutanen Endoskopischen Gastrostomie (PEG-Sonde) sollten alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft sein. Ist die Ursache gefunden, sollte der gesetzliche Vertreter nach alternativen Maßnahmen suchen, die eine Verbesserung bringen könnten. So können Entzündungen im Mundraum und Probleme mit den Zähnen behandelt werden oder die Essensgabe langsamer, unterstützender und angenehmer gestaltet werden.

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