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Hechingen Katastrophaler Brand in Altstadt

Klaus Stopper, Rolf Vogt und Volker Rath, vom 07.02.2012 11:32 Uhr
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Dramatische Augenblicke: Ein Großbrand tobte gestern Abend in Hechingen. Ein Haus brannten nieder, weitere Altstadtgebäude wurden schwer beschädigt. Die Feuerwehr hatte zu kämpfen, eine ältere Frau aus dem zweiten Obergeschoss zu evakuieren. Schließlich wurde sie aber gerettet und in die Obhut des Rettungsdienstes übergeben. Foto: Stopper/Vogt
Dramatische Augenblicke: Ein Großbrand tobte gestern Abend in Hechingen. Ein Haus brannten nieder, weitere Altstadtgebäude wurden schwer beschädigt. Die Feuerwehr hatte zu kämpfen, eine ältere Frau aus dem zweiten Obergeschoss zu evakuieren. Schließlich wurde sie aber gerettet und in die Obhut des Rettungsdienstes übergeben. Foto: Stopper/Vogt
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Hechingen - Dramatische Stunden am Montagabend in Hechingen: Ein Feuer in der eng bebauten Altstadt hat ein Gebäude komplett zerstört und weitere schwer beschädigt. Die Feuerwehr hatte Mühe, eine ältere Frau aus dem Gebäude zu retten. Eine Zeit lang drohte ein Großbrand.

Ein Zeichen für das Ausmaß des Feuers: Noch gegen 22 Uhr konnte Stadtbrandmeister Maik Bulach nicht völlig ausschließen, dass sich der Brand auf die Hofapotheke ausbreitet. Diese Entwicklung war nicht zu ahnen gewesen, als er um 16.45 Uhr wegen eines Zimmerbrands alarmiert wurde. Beim Eintreffen schien die Lage beherrschbar, leichter Rauch drang aus den Fenstern des Gebäudes Marktstraße 1 gegenüber vom Gasthaus Fecker. Zwei Anwohner wurden mit der Drehleiter zur Marktstraße hin aus dem zweiten Obergeschoss geholt.

Dann die erste dramatische Wendung. Vom anderen Ende des Gebäudes rief eine eingeschlossene Frau aus dem zweiten Obergeschoss um Hilfe. Über eine tragbare Leiter drang ein Rettungstrupp zu ihr vor. "Sie erhielt eine Rettungsmaske und war damit nicht mehr in Gefahr", versichert Maik Bulach. So habe man warten können, bis die Burladinger Drehleiter zu ihrer Rettung eintrifft.

Atemschutzträger suchten unterdessen in dem verwinkelten Gebäude nach weiteren Bewohnern und nach dem Brandherd. Ohne Erfolg. Hitze und Rauch nahmen zu. Von Stromleitungen schmolz die Isolierung, Wehrmänner erhielten beim Löschen Stromschläge. "Wir konnten den Brandherd nicht finden", so Bulach. Das Feuer habe sich vermutlich in den mit Spreu gefüllten Böden und in den Wänden ausgebreitet.

Als das Risiko zu groß wurde, habe er den Rückzug aus dem Gebäude angeordnet. Dann trat das ein, was er erwartet hatte. Der mittlerweile auf über 400 Grad erhitzte Rauch entzündete sich, Flammen züngelten aus dem Dach. Zu dem Zeitpunkt war längst Großalarm gegeben. Alle Hechinger Wehren sowie die Kollegen aus Bisingen, Rangendingen, Burladingen, Balingen und Rottweil kamen zu Hilfe. 150 Feuerwehrleute kämpften bei Frost auf den durch gefrorenes Löschwasser glitschigen Straßen gegen das hoch aufschießende Feuer. 35 Sanitäter waren im Einsatz. Sechs Hausbewohner wurden wegen Rauchgasvergiftungen behandelt, drei davon in der Klinik. Auch zwei Sanitäter erlitten Rauchvergiftungen, ein Feuerwehrmann verletzte sich bei einem Sturz. Die mit der Drehleiter gerettete Frau verbrachte die Nacht in der Intensivstation.

Auch die Polizei hatte alle Hände voll zu tun, die Schaulustigen unter Kontrolle zu halten. Trotz der Gefahr, sich Rauchvergiftung einzufangen, verließen viele nur murrend den Einsatzort. Polizei und Rettungsdienst riegelten den Bezirk schließlich weiträumig ab.

Nach einer Stunde war das offene Feuer auf dem Dach gelöscht, der Brand aber noch lange nicht aus, wie Rauchschwaden bewiesen. "Die Häuser sind verwinkelt zusammengebaut, durchgehende Wände fehlen", erklärte Maik Bulach. Vom Dach bis zum Keller wurde in der Hofapotheke eine Schneise gerissen, damit sich ein Schwelbrand nicht weiter ausbreiten kann. Die Feuerwehr setzte den Einsatz noch über Stunden hinweg fort. Die Brandstelle wurde anschließend genau beobachtet.

Kommentare (5)
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FEB
09
06:20 Uhr, geschrieben von Aus der Ferne
Realität an
Ob der "Anwohner" und "Sidebar" auch so denken und schreiben, wenn ihre eigene Bude unterm Arsch wegbrennt? Als selbst hauptamtlicher und ehrenamtlicher Mitarbeiter des Rettungsdienstes und der Feuewehr muss ich sagen, daß ich nach über 20 Jahre Berufserfahrung folgende Feststellung treffen kann: Das Gaffen und der Vouyerismus hat in den letzten Jahren dramatisch zugemommen, das Besserwissen und total verpeilte Kommentare von Menschen, die ansonsten sehr viel Ahnung haben, hat sich nicht geändert, daß ist seit Jahrzehnten auf dem gleich hohen "seichten" Niveau...und das, liebe Kinder, war kein Sarkasmus sondern die Realität
FEB
07
12:34 Uhr, geschrieben von Sidewinder
keine Schaulustigen
<Sarkasmus an>Das sind keine Schaulustigen sondern jede Menge Fachberater, die zu allem ein fachliche Meinung und einen Lösungsvorschlag haben.<Sarkasmus aus> Gebe den Vorrednern völlig recht!
FEB
07
12:16 Uhr, geschrieben von Anwohner
Schaulustige
Es stimmt ganz einfach nicht, was in diesem Bericht über Schaulustige steht. Es waren viel deutlich mehr Feuerwehrleute da als Schaulustige. Die Polizei hatte abgesperrt und die Leute haben sich auch daran gehalten. Alle waren sehr zivilisiert. Mir ist nicht klar, warum dieser Artikel die Tatsachen so einseitig und verzerrt darstellt. Soll das Leser anlocken?
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