Hechingen Hohenzollernklinik: Was tun mit 200 000 Euro?

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Vom Optimismus in der Zeit der Gründung des Fördervereins Hohenzol­lernklinik im Jahr 2005 ist nicht mehr viel übrig. Die Ziele des Vereins scheinen sich nicht realisieren zu lassen. Foto: Rath

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Hechingen - Was tun mit 200 000 Euro Vereinsvermögen? Diese Frage stellt sich dem Förderverein Hohenzollernklinik, nachdem der Kreistag Pläne für eine Notfallambulanz in Hechingen abgeschmettert hat.

Der Förderverein ist zu dem Zweck gegründet worden, eine medizinische Einrichtung in Hechingen zu schaffen, die zumindest einen teilweisen Ersatz für das im Sommer wegfallende Hechinger Krankenhaus bietet. Dass die ursprüngliche Idee eines Akutkrankenhauses in Eigenregie unrealistisch ist, hat der Förderverein schon lange eingestanden. Aber auch die kleinere Lösung, die Einrichtung einer Notfallambulanz, hatte am Montag im Kreistagsausschuss nicht den Hauch einer Chance auf Mehrheit (wir berichteten).

Auf die Nachfrage unserer Zeitung, welche Konsequenzen der Förderverein aus der Kreistagsentscheidung zieht, hat Bürgermeister Jürgen Weber als Vorsitzender des Vereins ausweichend geantwortet. Am Montag habe "der zuständige Ausschuss getagt. Jetzt muss noch der Kreistag entscheiden. Erst danach werde ich mich zum weiteren Vorgehen äußern", lautete seine knappe Antwort.

Weber will offenbar Bedenkzeit gewinnen, denn auch er weiß, dass er auf einen Stimmungsumschwung im Kreistag nicht hoffen darf. Zu eindeutig wurde im Ausschuss sein Plan verworfen. Selbst Fraktionskollegen der Freien Wähler zogen nicht mit. Die restlichen Räte stimmten alle dagegen.

Beachtliches Vereinsvermögen

In dieser Situation stellt sich dem Förderverein ein delikates Problem: Aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden hat sich ein beachtliches Vereinsvermögen angesammelt. Ende 2009 waren es 180 000 Euro, mittlerweile dürfte der Betrag die 200 000-Euro-Grenze überschritten haben. Geld, das für ein Ziel gesammelt wurde, das nicht mehr erreichbar ist. Zwar nennt die Satzung als Vereinszweck auch "die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens", und da lässt sich wohl eine gute Verwendungsmöglichkeit für das Geld finden, doch was Spender und Beitragszahler dazu meinen, bleibt abzuwarten.

Am Montag, 13. Dezember, trifft der Kreistag über den Notfallambulanz-Plan die endgültige Entscheidung. Spätestens dann wird der Förderverein klären müssen, welches Ziel er noch verfolgt, ob er sich auflöst und was dann mit seinem Vermögen passiert.

 
 

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Klaus Stopper

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