Burg Hohenzollern - Sie hat die längste Hofeinfahrt im ganzen Landkreis und erwartet am Wochenende zum Königlichen Weihnachtsmarkt tausende Gäste: Deshalb waren die Schneefälle am Donnerstag für die Burg Hohenzollern ein besonderes Problem.

Roland Beck, Pressesprecher der Burg, betont allerdings: "Wir haben den Schnee hier auf der Burg noch immer unter Kontrolle bekommen". Drei Burgmeister kämpfen gegen die weiße Pracht, zur Verfügung steht ihnen ein Unimog mit Schneeschild und eine Schneefräse. "Und wenn Not am Mann ist, greifen die übrigen Beschäftigten auch zur Schneeschaufel", so Beck. Treppen und Wege müssten absolut eisfrei sein, "Salz benutzen wir möglichst wenig, weil das auch den Steinen der Burg schadet, aber ganz ohne geht es nicht".

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Schneebepuderte Burg im Sonnenglanz

Seit er sich erinnern kann war die Burg noch nie wegen Schneefall geschlossen. Kein Problem also für den Weihnachtsmarkt, und ohnehin ist "für das Wochenende sonniges Wetter vorhergesagt", versichert Beck. Eine schneebepuderte Burg im Sonnenglanz, besser geht es nicht.

Beck hofft zudem, dass es Minusgrade gibt. Nicht nur, "weil da der Glühwein besser schmeckt", sondern in diesem Fall könnten Autos auch auf der ausgeschilderten Wiese am Burghang parken. Die wäre sonst zu schlammig. Alle anderen Parkplätze seien auf festem Grund. Ein Teil des Domäne-Parkplatzes, Krankenhausparkplatz und Hechinger Parkhaus sind Stellen, wo der Shuttle-Bus zur Burg regelmäßig vorbeifährt. Natürlich sind auch die beiden großen Parkplätze der Burg geöffnet, aber Beck empfiehlt: "Am besten ist es, man lässt das Auto unten". Diese Option hatten die Händler nicht, die gestern ihre Waren für den Weihnachtsmarkt auf die Burg hochfuhren. Die Straße in den Burghof war zwar halbwegs geräumt, aber auf den engen Wendelkurven der Bastion blieb immer wieder einer der Transporter hängen. Dann stauten sich die Autos, und auch der Burg-Unimog war irgendwo eingekeilt und konnte nicht zu Hilfe eilen. Geduld war gefragt.

"Vor zwei Jahren hat es kurz vor dem Weihnachtsmarkt sogar 20 Zentimeter geschneit", erinnert sich Roland Beck. Auch da habe man alles geregelt gekriegt. Und Schnee räumen müsse man sowieso den ganzen Winter über, "wir haben ja fast durchgehend offen". Täglich von 10 Uhr an können Besucher den alten Adelssitz besichtigen. Das heißt, bis dahin muss die ganze Burgzufahrt von Schnee geräumt sein, erklärt Beck. Die Burgmeister sind dabei für die Strecke bis zum obersten Parkdeck zuständig, die Straßenmeisterei des Landkreises für den Rest. "Aber die fahren manchmal bis zum Adlertor hoch, und wir manchmal bis zum Brielhof runter das funktioniert ganz gut."